Die Heringsakten: Alles über den Fisch des Jahres

16.03.2021
Hering? Muss man doch gleich an Fischbrötchen und Matjes denken. Aber lebendig ist der Fisch auch äußerst interessant. Man denke nur an die Heringsschwärme im Meer mit abertausenden silbrig glänzenden Fischen.
Kleiner Hering macht große Augen: Er ist der Fisch des Jahres 2021. Foto: Christina Waitkus/Thünen-Institut/dpa-tmn
Kleiner Hering macht große Augen: Er ist der Fisch des Jahres 2021. Foto: Christina Waitkus/Thünen-Institut/dpa-tmn

Braunschweig (dpa/tmn) - Schon Anfang Dezember hatte der Deutsche Angelfischerverband in Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Verband Deutscher Sporttaucher gesprochen: Fisch des Jahres 2021 ist der Hering.

Ein interessantes Dossier über den Hering hat deshalb nun das für Fischerei zuständige Bundesforschungsinstitut Thünen auf seinen Seiten veröffentlicht. Dort erfährt man nicht nur, dass der Fisch als Salzhering vor 800 Jahren ein wichtiges Handelsgut war und zum Erstarken der Hanse beigetragen hat, sondern auch, wie vielfältig der Hering als Speisefisch genutzt wird.

20 Jahre Hering sein

Heringe hören gut und laute Geräusche verscheuchen die Fische. Als Bindeglied zwischen verschiedenen Ebenen des Nahrungsnetzes spielen sie eine wichtige Rolle im marinen Ökosystem. Werden sie nicht vorher gefressen, können sie ein Alter von 20 Jahren und mehr erreichen. Der weit verbreitete atlantische Hering wird 30 bis 40 Zentimeter lang und erreicht ein Gewicht zwischen 120 und 200 Gramm.

Allerdings steckt auch der Hering in der Klimafalle: Dass es um den Heringsbestand der westlichen Ostsee so schlecht steht, hat mit der erhöhten Wassertemperatur im Winter zu tun. Ob und was dagegen getan werden kann, erklärt das Dossier ebenfalls.

Bürgermeister als Forscher

In Sachen Forschungsgeschichte lenkt das Thünen-Institut den Blick auf die Polarstamm-Theorie zur Heringswanderung. Sie wurde erstaunlicherweise von einem Hamburger Bürgermeister, Johann Anderson entwickelt, und vor 275 Jahren veröffentlicht.

© dpa-infocom, dpa:210315-99-833502/2

Dossier vom Bundesforschungsinstitut Thünen: "Der Hering – Fisch des Jahres 2021"


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Schatzsuche im Grünen: Das Projekt Finde Vielfalt bietet ein Spiel für Kinder, bei dem sie Pflanzen suchen und per Foto festhalten müssen. Foto: Finde Vielfalt Natur per App entdecken: Vogelstimmen und Pflanzen erkennen Die Bäume spenden Schatten, die Vögel singen, die Blumen blühen am Wegrand. Doch was steht da eigentlich für ein Baum, welcher Vogel zwitschert gerade so lieblich, und was ist das für eine Blume? Hier kann das Smartphone helfen.
Check per Label-Online App: Der Blaue Engel gilt in vielen Produktgruppen als vertrauenswürdiges Siegel. Foto: Robert Günther/dpa-tmn Apps für einen nachhaltigen Lebensstil Internet und Apps bieten Hilfe für fast jede Situation: Auch wer nachhaltig leben will, findet im Netz reichlich Informationen - ob es ums Essen, Einkaufen oder Reisen geht.
Tipp die Birne: Eben noch im Netz, gleich schon mit anderen Lebensmitteln vor der Haustür. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Lebensmittel aus dem Netz Getränke, Milch, Gemüse, Dosen, Mehl: Der Einkauf wird schnell zur schweren Last und raubt auch noch Zeit. Warum nicht einfach nach Hause liefern lassen? Was dafür spricht, und was dagegen.
An eine Handyreparatur sollte man sich höchstens wagen, wenn Gewährleistung und Garantie schon abgelaufen sind, raten Experten. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Freie Reparatur Fehlanzeige: Defektes landet beim Hersteller Freie Werkstätten, die Ersatzteile austauschen und defekte Produkte reparieren: Was in der Autowelt völlig selbstverständlich ist, passiert in der Technikwelt viel seltener. Schikane der Hersteller oder Faulheit der Verbraucher?