Denguefieber: Mückenspray mit DEET in Deutschland besorgen

25.07.2017
In den Tropen ist Denguefieber sehr verbreitet, aktuell beschäftigt ein größerer Ausbruch in Sri Lanka die Mediziner. Fernreisende sollten mit Mückenschutz vorsorgen - und fangen am besten schon bei der Zusammenstellung ihres Reisegepäcks in der Heimat damit an.
Die Asiatische Tigermücke ist Überträger des Denguefiebers. Foto: Remko De Waal/epa/dpa
Die Asiatische Tigermücke ist Überträger des Denguefiebers. Foto: Remko De Waal/epa/dpa

Hamburg (dpa/tmn) - In Teilen Asiens, Lateinamerikas und anderen tropischen Regionen sollten sich Reisende durch konsequenten Mückenschutz vor Denguefieber schützen. Die Infektionskrankheit wird von der tagaktiven asiatischen Tigermücke übertragen.

Experten raten zu einem Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid). Für Schwangere wird es zwar nicht empfohlen. «Aber es ist weit davon entfernt, ein Gift zu sein, wovor man Angst haben sollte», sagt Prof. Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Zu dem Wirkstoff gebe es keine vergleichbar wirksame Alternative. Schmidt-Chanasit rät, sich das Mittel in Deutschland zu besorgen - «im Ausland gibt es viele gefälschte Produkte.» Diese könnten im schlimmsten Fall Giftstoffe enthalten. Zuletzt waren in Sri Lanka mehr als 100 000 Menschen an Denguefieber erkrankt.

«Eine Impfung für Reisende gibt es nicht», erklärt Schmidt-Chanasit. Seit 2001 sind zwei aus den Tropen nach Deutschland zurückgekehrte Urlauber an der Infektion gestorben. Menschen, die schon einmal Denguefieber hatten, haben bei einer Zweitinfektion ein größeres Risiko für einen schweren Verlauf, wie der Experte erläutert.

Dennoch gelte nicht der Satz «Nie wieder Sri Lanka, wenn man schon einmal Dengue hatte»: «Es ist nicht fahrlässig, als bereits einmal Erkrankter in ein Risikogebiet zu reisen», betont Schmidt-Chanasit.

Weltweit erkranken laut der Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr fast 400 Millionen Menschen an Denguefieber. Betroffene haben oft heftige Kopf-, Augen- und Gliederschmerzen und müssen sich übergeben. In schweren Fällen kommt es zu inneren Blutungen und Gefäßschäden. Verbreitet ist Dengue auch in beliebten Reiseregionen wie der Karibik, Mittelamerika und Südostasien samt Thailand.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In Indien sterben besonders viele Menschen an Tollwut. Das Virus wird oft durch Straßenhunde übertragen. Foto: Doreen Fiedler In Asien und Afrika herrscht erhöhte Tollwutgefahr In vielen Ländern halten sich Reisende besser von streunenden Hunden fern, denn die Tiere könnten Tollwut übertragen. Besonders hoch ist das Risiko in Asien. Thailand etwa ergreift jetzt drastische Maßnahmen.
Wenn die Sonneneinstrahlung zu stark wird, kann daraus ein Sonnenbrand resultieren. Aufschluss über die Stärke der Sonne gibt der UV-Index. Foto: Stephanie Pilick/dpa Was ist der UV-Index und warum ist er für Urlauber wichtig? Sonnencremes werden meist nach ihrem unterschiedlichen UV-Schutzfaktor eingeordnet. Doch was besagt der UV-Index eigentlich und ab welcher Stufe wird es für Urlauber in puncto Sonnenbrand gefährlich?
Die ägyptische Tigermücke gilt als ein Überträger des Dengue-Fieber. Foto: Gustavo Amador/epa Dengue-Fieber auf Sri Lanka: Vor Mücken schützen Sri-Lanka-Urlauber aufgepasst: Auf dem Inselstaat im Indischen Ozean herrscht momentan das Dengue-Fieber. Deshalb sollten Reisende einige Dinge beachten, wenn sie sich auf den Weg machen.
Die E-Zigarette lassen Raucher am besten zu Hause, wenn sie nach Thailand reisen. Denn dort droht im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe. Foto: Friso Gentsch/dpa E-Zigaretten sind in Thailand verboten In Deutschland darf vielerorts nicht in Gaststätten geraucht werden. In den USA kann auch Rauchen in der Öffentlichkeit zum Problem werden. Selbst der Gebrauch von E-Zigaretten, ist nicht überall gestattet. Ein Beispiel dafür ist Thailand.