Das dreiäugige iPhone

11.09.2019
Die neuen iPhones kommen: Deutliche Neuerungen gibt es bei Kameras und Prozessor. Aber auch am Display hat Apple geschraubt. Zudem gibt es eine überarbeitete Apple-Watch - und eine Überraschung.
Die neuen Top-Modelle kommen mit innovativen Kamera-Funktionen. Beim Einsteigermodell fällt der Preis unter die 800-Euro-Schwelle. Foto: Christoph Dernbach/dpa-tmn
Die neuen Top-Modelle kommen mit innovativen Kamera-Funktionen. Beim Einsteigermodell fällt der Preis unter die 800-Euro-Schwelle. Foto: Christoph Dernbach/dpa-tmn

Berlin/Cupertino (dpa/tmn) - Apple stattet erstmals Smartphones mit einer Triple-Kamera aus. Die neu vorgestellten Modelle iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max besitzen nicht nur ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv, sondern auch noch eine Ultraweitwinkel-Linse. Die findet sich auch im neuen Einstiegsmodell iPhone 11, das mit einem weiteren Weitwinkel-Objektiv aber nur mit Dual-Kamera kommt. Alle Telefone nehmen 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf.

Gemeinsam haben alle Elfer-iPhones auch den neuen, von Apple selbst entwickelten A13-Prozessor, der in Sachen Geschwindigkeit gegenüber dem Vorgänger A12 noch einmal deutlich zugelegt haben soll. Auch auf ein wasser- wie staubdichtes Gehäuse muss man bei keinem der drei Smartphones verzichten. Und in allen iPhones steckt ein neuer Ultrabreitband-Chip (U1) für Nahfunkanwendungen - von der Ortung im Raum bis zur Lokalisierung anderer Geräte mit U1-Chip.

In Sachen Displaygröße und -technologie hält es Apple wie bei den Vorgängermodellen iPhone XR, XS und XS Max: Das iPhone 11 besitzt ein 6,1 Zoll großes LCD-Display, die Pro-Version (5,8 Zoll) und die Version Pro Max (6,5 Zoll) kommen mit neu entwickeltem OLED-Display, das Apple Super Retina XDR nennt und mit bis zu 1200 Nits extrem hell leuchten können soll. Trotzdem wirbt Apple mit längeren Laufzeiten des Akkus als bei den Vorgängermodellen.

Eine Display-Neuerung, die die Batterielaufzeit ebenfalls nicht negativ beeinträchtigen soll, gibt es bei der überarbeiteten Apple-Watch Series 5. Deren OLED-Display kann nun dauerhaft aktiv bleiben, so das Uhrzeit und andere wichtige Informationen stets zu sehen sind, ohne dass man aufs Display tippen oder den Arm anheben muss. Zum Stromsparen verringert sich aber automatisch die Helligkeit des Displays, wenn der Arm nicht angehoben ist.

Quasi als Zugabe hat Apple auch noch ein neues Einsteiger-iPad vorgestellt. Das 10,2 Zoll große Modell löst das 9,7-Zoll-iPad der sechsten Generation ab. An der Ausstattung mit A10-Prozessor und einer Acht-Megapixel-Kamera ändert sich aber nichts.

In Grün, Grau, Silber oder Gold soll das iPhone 11 Pro ab 1150 Euro zu haben sein, der Einstiegspreis fürs iPhone 11 Pro Max liegt 100 Euro darüber. Das iPhone 11 ist in Violett, Grün, Gelb, Schwarz, Weiß oder Rot ab 800 Euro zu haben. Die neuen iPhones werden bereits im iOS 13 als Betriebssystem ausgeliefert, das unter anderem einen neuen Dunkelmodus bietet. Wer bereits ein iPhone besitzt, kann dieses vom 19. September an auf iOS 13 updaten.

Die Preise der Apple Watch Series 5 starten bei 450 Euro, mit LTE-Modem werden 100 Euro mehr fällig. Das 10,2-Zoll-iPad der siebten Generation ist in Silber, Grau und Gold ab 380 Euro zu haben, der Aufpreis für LTE-Mobilfunk an Bord beträgt 140 Euro. Einen Termin für die Verfügbarkeit des neuen iPad hat Apple noch nicht angegeben, Verkaufsstart für die anderen Neuheiten ist der 20. September.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das ist nun zehn Jahre her: Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs das erste iPhone in San Francisco. Foto: John G. Mabanglo Zehn Jahre iPhone: Das Smartphone, das alles veränderte Vor zehn Jahren stellte Apple das erste iPhone vor. Damals konnte sich kaum jemand vorstellen, dass Marktführer wie Nokia von der Bühne verschwinden würden. Das iPhone fasziniert noch immer die Massen, auch wenn Kritiker inzwischen Innovationen von Apple vermissen.
Wer viel schreibt oder oft Dokumente bearbeiten muss, liegt mit einem Laptop genau richtig. Foto: Christin Klose Beim PC-Neukauf für Senioren zählt das familiäre Umfeld Chatten mit der Enkelin, eine Online-Überweisung oder eine Mail an die Vereinsfreunde: Smartphones und Computer bereichern auch den Alltag Älterer - keine Frage. Aber was für ein Rechner oder welches Mobilgerät ist das Richtige?
Telekommunikationsunternehmen peilen eine ganz spezielle Zielgruppe an: Gamer, die sich in diesen Tagen bei der Kölner Gamescom treffen. Foto: Kloubert/Vodafone/Vodafone/dpa Gamer können in Quasi-Echtzeit mit 5G zocken Der Mobilfunkstandard 5G steckt in Deutschland zwar noch in den Kinderschuhen, doch die Pläne der Telekommunikationsunternehmen peilen schon jetzt eine ganz spezielle Zielgruppe an: Gamer, die sich bei der Kölner Gamescom treffen.
Mit der App Wavesink Plus und einem externen DAB-Modul lassen sich im Prinzip alle Smartphones und Tablets auch zu Digitalradioempfängern machen. Foto: Michael Feilen Noch ist Tüfteln angesagt: Digitalradio auf dem Smartphone Störungsfreier Empfang, besserer Klang, praktische Zusatzdienste: Das Digitalradio DAB+ will mit zahlreichen Verbesserungen im Vergleich zur klassischen UKW-Welt punkten. Doch auf Smartphone und Tablet landen digital-terrestrische Radiosender bislang meist nur über Umwege.