Coronavirus-Spam greift um sich

02.03.2020
Anfang Februar ging es los mit den Spam-Mails rund ums neuartige Coronavirus. Nun folgen Fake-Shops und Messenger-Kettenbriefe: Betrüger und Kriminelle schüren die Virus-Angst - und nutzen sie aus.
Bei Nachrichten und Seiten, die angeblich mit dem neuartigen Coronavirus zu tun haben, sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Bei Nachrichten und Seiten, die angeblich mit dem neuartigen Coronavirus zu tun haben, sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer rund ums neuartige Coronavirus vermeintlich hilfreiche Informationen per Whatsapp & Co erhält, sollte skeptisch sein.

Erklären angebliche Ärzte, wie man sich vermeintlich gegen eine Infektion mit dem Virus schützt, und was man bei einer Infektion tun sollte, handelt es sich dabei ziemlich sicher um einen Kettenbrief mit unsinnigen Inhalten, berichtet das Fachportal «Heise online».

Auffällig bei den Kettenbrief-Texten sei, dass konkrete Quellen fehlen, Erläuterungen und Ratschläge holprig übersetzt sowie schwammig bis falsch sind. Falsche Informationen zum Virus und zur Covid-19-Krankheit kursierten auch bei sozialen Medien wie Instagram. Wer sich fundiert informieren möchte, kann dies etwa bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) tun.

Fake-Shops für Schutzmasken

Das Landeskriminalamt (LKS) Niedersachsen warnt indes vor Fake-Shops, die vorgeben, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gefragten und vielfach vergriffenen Schutzmasken vorrätig zu haben. Dabei würden teils Firmennamen existierender Hersteller oder Zulieferer missbraucht.

Wer bei solchen dubiosen Shops «bestellt», ist sein Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit los, die angegebenen persönlichen Daten sowieso - und hat am Ende auch keine Maske.

Auf die Seiten der Fake-Shops gelangen Nutzerinnen und Nutzer etwa über Suchmaschinen oder Links in Mails. Allerdings sollte man auf solche Links gar nicht erst klicken, weil nicht auszuschließen ist, dass man gleich auf Webseiten mit Schadsoftware landet.

Desinfektionsmittel könnte nächster Köder sein

Auch im Anhang der Spam-Mails können Viren und Würmer lauern, etwa in Gestalt angeblicher Textdokumente oder Videos mit Schutzanleitungen. Solche Anhänge öffnet man also am besten gar nicht erst, sondern löscht gleich die ganze Mail.

Das LKA weist darauf hin, dass die Betrüger nach den Schutzmasken künftig weitere gefragte und knappe Artikel wie Einweghandschuhe oder Desinfektionsmittel in ihr Spam-Repertoire aufnehmen und als Köder für Spam, Phishing und Betrügereien einsetzen könnten.

Bericht von "Heise online"

LKA-Warnung

BZgA-Informationen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Achtung Nepp: Im Fahrwasser der Corona-Krise dümpeln allerlei Cyberkriminelle. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn Diese Cybercrime-Fallen lauern in der Corona-Krise Große Ereignisse oder Krisen rufen auch Online-Kriminelle auf den Plan. Zur Corona-Krise haben sie im Netz längst ihre Fallen aufgestellt. Tappen Sie nicht hinein!
Achtung Falle: Dubiose Onlineshops versuchen, mit der Corona-Krise Kasse zu machen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn Vorsicht bei Fake-Shops und Telefonwerbung Das Coronavirus legt das öffentliche Leben mehr und mehr lahm. Dafür blüht der Online-Handel. Doch dort nutzen auch viele Abzocker die aktuelle Situation, um an Geld und Daten der Menschen zu kommen.
Schnell teilen, was da gerade als unglaubliche Nachricht ankam? Lieber nicht! Erst einmal prüfen, ob es nicht schädliche Fake-News sind. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn Corona-Fake-News spielen mit Angst und Neugierde Whatsapp & Co stehen in der Krise nicht still: Was? Wasser trinken vertreibt das Coronavirus? Und es gibt einen Infektions-Selbsttest? Was da dran ist, und was nicht – und wie Sie es herausfinden.
Rechner, die mit der Schadsoftware «Andromeda» infiziert wurden, sollten schnell gereinigt werden. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archiv Botnetz-Infektionen: Viele bereinigen ihre Rechner nicht Die Polizei hat dem kriminellen Botnetz «Andromeda» soeben ein Ende bereitet. Doch damit ist die Gefahr für Internetnutzer noch nicht gebannt. Wer jetzt eine Infektionsmeldung erhält, sollte von der Rettungssoftware Gebrauch machen.