Condor nimmt Langstrecke wieder auf

06.10.2020
Der angeschlagene Ferienflieger Condor will ab Ende Oktober wieder Langstreckenflüge anbieten. Als erstes Ziel soll der Inselstaat Kuba in der Karibik angeflogen werden.
Als erstes Übersee-Ziel wird Condor voraussichtlich den Karibikstaat Kuba anfliegen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv
Als erstes Übersee-Ziel wird Condor voraussichtlich den Karibikstaat Kuba anfliegen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Der Ferienflieger Condor nimmt trotz der Corona-Krise zum 31. Oktober wieder erste Langstreckenflüge auf. Erstes Übersee-Ziel ab Frankfurt und Düsseldorf ist Varadero auf Kuba, wie das Unternehmen mitteilte.

Zuvor hatten die kubanischen Behörden wieder die Einreise deutscher Touristen zugelassen und das Auswärtige Amt seine pauschale Reisewarnung aufgehoben. Neben den reinen Flugtickets seien über verschiedene Veranstalter auch Pauschalreisen buchbar, sagte eine Sprecherin.

Condor wird derzeit noch mit einem staatlichen Rettungskredit über 550 Millionen Euro in der Luft gehalten und befindet sich in einem Schutzschirmverfahren. Am 22. Oktober sollen die Gläubiger darüber entscheiden, ob das Unternehmen diese mildeste Form des Insolvenzverfahrens wieder verlassen kann. Ein neuer Investor soll allerdings erst nach einer Erholung des Marktes gesucht werden. Bis dahin tritt nach dem Sanierungsplan ein Treuhänder an dessen Stelle. Eine Übernahme der früheren Thomas-Cook-Gesellschaft durch die polnische LOT-Mutter PGL war im März wegen der Corona-Pandemie geplatzt.

© dpa-infocom, dpa:201006-99-847487/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Lufthansa streicht sein Flugangebot weiter zusammen. Nur noch jeder zehnte geplante Fernflug soll stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa Airlines schränken ihr Angebot weiter ein Reisen in Zeiten der Coronavirus-Krise wird immer schwieriger - vor allem mit dem Flugzeug. Denn die Airlines reduzieren ihren Betrieb oder stellen ihn sogar ganz ein.
Bei Eurowings können Fluggäste ab September selbst entscheiden, ob sie neben einem leeren Mittelplatz sitzen möchten. Die Option kostet jedoch 18 Euro pro Strecke. Foto: picture alliance / Christoph Schmidt/dpa Eurowings lässt gegen Bezahlung den Mittelplatz frei Sollte der Mittelplatz in der Flugkabine wegen Corona freibleiben? Wie die meisten Airlines hat auch Eurowings diese Maßnahme bisher als unwirtschaftlich abgelehnt. Doch bald will die Lufthansa-Tochter ihre Passagiere selbst entscheiden lassen - gegen Aufpreis.
Cristoph und Klaus aus Düsseldorf sitzen im Außenbereich einer Bar am Playa de Palma, nachdem sie mit dem ersten Flug aus Deutschland angekommen sind. Foto: Clara Margais/dpa Erste Deutsche wieder auf Mallorca Monatelang war die liebste Ferieninsel der Deutschen wegen Corona unerreichbar. Jetzt dürfen die ersten Mutigen wieder nach Mallorca. Die Freude über die wiedergewonnene Freiheit ist groß. Und einer fühlt sich, als ob er auf dem Mond gewesen wäre.
Condor will in einem sogenannten Schutzschirmverfahren den Winter überleben. Foto: Silas Stein/dpa EU-Kommission genehmigt Überbrückungskredit für Condor Durch die Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook stand die Zukunft des deutschen Ferienfliegers Condor in den Sternen. Die EU-Kommission macht nun den Weg für einen überlebenswichtigen staatlichen Kredit frei.