Chip-Kennzeichnung allein reicht bei Haustieren nicht aus

20.06.2018
Die Kennzeichnung mit einem Mikrochip hilft bei der Suche nach vermissten Haustieren. Wichtig dabei ist, dass die Chipnummer auch in einer international abrufbaren Datenbank hinterlegt ist.
Ein junger Kater wird in einer Tierarztpraxis mit einem Mikrochip gekennzeichnet. Der Chip wird dabei mit Hilfe einer scharfen Kanüle unter der Haut platziert. Foto: Ingo Wagner/Archiv
Ein junger Kater wird in einer Tierarztpraxis mit einem Mikrochip gekennzeichnet. Der Chip wird dabei mit Hilfe einer scharfen Kanüle unter der Haut platziert. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Bonn (dpa/tmn) - Die Kennzeichnung mit einem Chip erhöht die Chance, vermisste Haustiere wiederzufinden. Sie ist jedoch nur ein wichtiger Teil. Halter sollten ihr Tier darüber hinaus mit der Chipnummer in einer Datenbank registrieren lassen.

Ohne diesen Schritt ist die Kennzeichnung überflüssig, erklärt der Deutsche Tierschutzbund. Erst der Eintrag in einer international abrufbaren Datenbank macht es Findern möglich, den Besitzer von Hunden oder Katzen ausfindig zu machen.

Das Kennzeichnen durch einen Chip übernimmt der Tierarzt. Er injiziert den Transponder mit dem Mikrochip, der etwa so groß wie ein Reiskorn ist, mit einer Kanüle unter die Haut des Tieres. Der Eingriff kostet ungefähr 35 Euro. Der Schmerz ist laut Tierschutzbund mit einer Spritze wie bei einer Impfung vergleichbar.

Der Chip hat im Vergleich zu Tätowierungen den Vorteil, dass er nicht verblassen kann. Außerdem vergibt jeder Tierarzt eigene Tattoonummern, die es unmöglich machen, die Tiere nach Bundesländern oder Regionen zuzuordnen.

Haustierregister des Deutschen Tierschutzbunds


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Damit Mensch und Tier einander wieder finden, sollten sie sich im Urlaub mal aus den Augen verlieren, ist eine Kennzeichnung und Registrierung des Haustiers sinnvoll. Foto: Jens Büttner Hund und Katze vor Urlaubsreise kennzeichnen lassen Mehr Sicherheit mit dem Vierbeiner auf Reisen erhalten Haustierbesitzer durch eine Kennzeichnung und Registrierung. Ein entlaufenes Tier kann auf diese Weise schnell zugeordnet werden.
Hat der Hund eine Registriernummer und sind die Kontaktdaten im Register aktuell, kann er zum Halter wieder zurückgebracht werden, falls er mal entläuft. Foto: Holger Hollemann/Symbolbild Halterdaten im Haustierregister aktuell halten Sollte der Hund einmal entlaufen, hilft eine Registriernummer, ihn wieder zu finden und zum Halter zurück zu bringen. Dazu müssen aber auch die Halterdaten im Haustierregister aktuell sein.
Wer ein herrenloses Tier findet, sollte das melden. Foto: Frank Rumpenhorst Zugelaufen: Finder müssen Tiere zügig melden Teckeldame Bonnie war im Jahr 2012 ihren Besitzern weggelaufen. Urlauber aus München fanden die Hündin und nahmen sie einfach mit nach Hause, ohne den Fund zu melden. Wohl ein Fehler.
Viele Nutzer mit dem gleichen Hobby machen eine Online-Community aus. Und die gibt es auch noch im Jahr 2018 jenseits der großen Netzwerke. Foto: Franziska Gabbert Online-Communitys abseits von Facebook Früher waren Online-Foren der erste Platz zum digitalen Austausch mit Gleichgesinnten. Heute machen ihnen Facebook und Co. die Nutzer streitig. Doch ausgedient haben die Foren noch lange nicht.