Chat-Funktion bei Spielen: Darauf sollten Eltern achten

02.03.2021
Spiele mit Chat-Funktion können Kinder schnell überfordern. Eltern sollten deshalb lieber auf Angebote ohne Chats zurückgreifen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Spiele mit Chat-Funktion können Kinder schnell überfordern. Eltern sollten deshalb lieber auf Angebote ohne Chats zurückgreifen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Bei vielen Online-Spielen ist die Chat-Funktion ein zentraler Bestandteil. Hier teilen Kinder das Spielerlebnis oder besprechen im Team neue Strategien.

Nicht immer wissen Eltern und Kinder aber, wer sich hinter den Chatnamen verbirgt. Beleidigende Nachrichten und diskriminierende Botschaften können so schnell zum Problem werden, warnt die Initiative «Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht». Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Erwachsene als Minderjährige ausgeben und so zum Beispiel versuchen, sexuelle Kontakte anzubahnen.

Moderierte Chats sind für Jüngere besser

Gerade für jüngere Kinder sollten Eltern deshalb eher Spielrunden mit Freunden oder Mitschülern einrichten. Ansonsten sind Angebote ohne Chat-Möglichkeiten oder mit moderierten Chats besser geeignet – hier sollen ein fairer Umgang und altersgerechte Inhalte im Vordergrund stehen.

Mit persönlichen Daten geizen

Sind die Kinder schon älter, sollten Eltern mit ihnen über Risiken der Chat-Funktion sprechen und Sicherheitsregeln vereinbaren. Zum Beispiel auf umfangreiche Profilangaben, wie Klarnamen und Adresse zu verzichten und keine persönlichen Daten an andere weiterzugeben.

Viele Spiele bieten außerdem die Option, andere Spieler zu blockieren, die Kinder auch benutzen sollten. «Es ist sehr wichtig, dass Eltern und Kinder auch über unfaire sowie passende Umgangsformen sprechen – online wie offline. Das stärkt ihr Bewusstsein für unangemessene Nachrichten in Online-Games», sagt Kristin Langer, Mediencoach bei «Schau hin».

© dpa-infocom, dpa:210302-99-655734/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wie viel Bildschirmzeit gibt es für alle? Darüber müssen Familien immer wieder neu verhandeln. Foto: SCHAU HIN!/dpa-tmn Warum Eltern über Mediennutzung reden sollten Die Ferien sind fast überall vorbei, die Schule geht wieder los: Eine gute Gelegenheit für Familien, um die Regeln für Mediennutzung neu festzulegen. Verbote sind dabei nicht die beste Strategie.
Eine ausrangierte oder günstige digitale Kompaktkamera ist ideal für Kids. Foto: Tomas Rodriguez/Westend61/dpa-tmn Kameras für Kinder: Wie Knirpse knipsen Fotos machen ist kinderleicht, wenn es um Schnappschüsse geht. Aber was, wenn sich der Nachwuchs ernsthaft für Fotografie interessiert? Welche Kameras sind geeignet und was taugen Kindermodelle?
Kindgerecht? Im Netz gibt es zahlreiche Angebote, die Eltern und Kindern den Weg weisen. Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Orientierung im WWW - Kindern den Weg ins Netz weisen Shopping, Unterhaltung, Informationen - im Internet sind unzählige Angebote abrufbar. Darunter ist aber auch vieles, das für Kinder nicht geeignet ist. Gut, dass es Angebote gibt, die Kindern und Eltern den Weg zu passenden Webseiten zeigen.
Gute Bilder sind das eine: Aber Experten raten, zu jedem Foto auch immer eine Information zu liefern, eine Frage zu stellen, am besten eine kleine Geschichte zu erzählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Die Follower-Maschine Instagram Niemand interessiert sich für Ihren Instagram-Account? Kein Problem. Hier erfahren Sie, wie man Follower bekommt - und bei Laune hält. Ein weiterer wichtiger Punkt: das Thema Datenschutz.