Bordkarte lieber immer zu Hause ausdrucken

20.03.2019
Nicht an jedem Flughafen werden digitale Bordkarten auf dem Smartphone akzeptiert. Mit einem ausgedruckten Ticket ist man daher immer auf der sicheren Seite.
Mobile Bordkarten für das Smartphone sind praktisch und mittlerweile gängig - doch sie werden nicht an allen Airports akzeptiert. Foto: Robert Günther
Mobile Bordkarten für das Smartphone sind praktisch und mittlerweile gängig - doch sie werden nicht an allen Airports akzeptiert. Foto: Robert Günther

Hamburg (dpa/tmn) - Viele Flugpassagiere sind mit mobilen Bordkarten auf dem Smartphone unterwegs. Doch die papierlose Variante kann ihre Tücken haben - manchmal reicht sie am Flughafen nicht aus.

So ist es zum Beispiel am Airport in Marrakesch nicht möglich, ohne eine von der Airline abgezeichnete und ausgedruckte Bordkarte durch die Sicherheitskontrolle zu gelangen. Passagiere, die mit Handgepäck reisen und eigentlich nicht mehr zum Schalter der Airline müssten, werden kurz vor der Kontrolle mit Schildern darauf hingewiesen.

«Mein Tipp ist generell, die Bordkarte für jeden Flug ausgedruckt mitzunehmen», sagt der Luftfahrtexperte Cord Schellenberg aus Hamburg. Lediglich dann, wenn man mit einer Fluggesellschaft reise, die Bordkarten am Schalter noch einmal kostenlos ausdruckt, könne man darauf verzichten. Das ist nicht immer der Fall. Bei Billigfliegern müssen Fluggäste in der Regel vorab einchecken. Für das nachträgliche Drucken der Bordkarte am Flughafen wird oft eine Gebühr kassiert.

Die selbst ausgedruckte Bordkarte spart im Zweifelsfall nicht nur ärgerliche Extrakosten. Flugreisende sind damit auch auf der sicheren Seite, wenn der Handyakku leer ist oder sich die entsprechende App nicht öffnen lässt.

Schellenberg rät zudem besonders Familien zu Bordkarten auf Papier. Das Boarding sei einfacher, wenn jeder seine eigene Bordkarte in der Hand halte. «Das vermeidet Aufregung am Gate.» Denn bei der Mobilvariante muss meist das Smartphone weitergereicht werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Air Berlin hebt bald nicht mehr ab. Viele Tickets verlieren ihre Gültigkeit. Foto: Federico Gambarini/dpa Lufthansa-Übernahme: Was aus den Air-Berlin-Tickets wird Air Berlin geht wohl bald zu großen Teilen an Lufthansa. Auf Details müssen Reisende aber wohl noch etwas warten. Die Wettbewerbshüter in Brüssel werden das Geschäft prüfen. Was Kunden aktuell wissen müssen.
Wer in die USA reist, muss mit strengen Sicherheitskontrollen rechnen. Taucht auf der Borkarte der Vermerk «SSSS» auf, wird auch eine persönliche Befragung durchgeführt. Foto: Michael Reynolds/EPA/dpa Was bedeutet der Vermerk «SSSS» auf der Bordkarte? Fluggäste, die in die USA reisen, finden auf ihrer Bordkarte manchmal das Kürzel «SSSS». Dahinter steckt der Hinweis auf eine zusätzliche Sicherheitskontrolle. Doch mit welcher Prozedur müssen Reisende dann rechnen?
Die Flugnummer gibt an, welche Airline den Flug durchführt. Bis zum Start kann sich das aber noch ändern. Foto: Sven Hoppe Woher weiß man, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt? Reisende sollten sich ihr Ticket oder die Buchungsbestätigung einmal genauer anschauen. Auch wenn es noch zu kurzfristigen Änderungen kommen kann, gibt die Flugnummer an, welche Flugggesellschaft fliegt.
Die Buchungsklasse ist eine von mehreren Informationen auf der Bordkarte. Sie sagt etwas über Optionen wie Umbuchung, Stornierung oder die Möglichkeiten eines Upgrades aus. Foto: Malte Christians Was sind Buchungsklassen bei Flugtickets? Auf der Bordkarte befinden sich mehrere Informationen. Nicht alle von ihnen sind für die Reisenden verständlich. Das gilt vor allem für die Buchungsklasse, die man nicht mit der Beförderungsklasse verwechseln sollte.