Blaualgen-Teppich breitet sich auf Ostsee aus

23.07.2019
Vor der dänischen und schwedischen Küste treiben giftige Blaualgen. Sind bald auch deutsche Badeorte an der Ostsee betroffen?
Blaualgen. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild
Blaualgen. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild

Schwerin (dpa/mv) - In der zentralen Ostsee blühen die Blaualgen. Satelliten- und Luftbildaufnahmen zeigten sehr große Vorkommen vor der dänischen und schwedischen Küste und in etwas schwächerer Form auch vor Mecklenburg-Vorpommern, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Es handele sich nach Erkenntnissen des Landesumweltamtes höchstwahrscheinlich um Blaualgen. Wegen der Wassertemperaturen von über 18 Grad und ruhiger Wetterlage könnten sich die Algen an der Wasseroberfläche anreichern.

Weiter begünstigt werde dies, weil sich aus Ablagerungen am Meeresboden Phosphor löse. Dieses Phänomen werde durch den Sauerstoffmangel in großen Gebieten der zentralen Ostsee noch verstärkt. Bei Wind aus nördlicher und östlicher Richtung könnte der Algenteppich an die deutsche Küste getrieben werden. Blaualgen sind giftig und können Hautreizungen hervorrufen.

Mitteilung Landwirtschaftsministerium MV


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Kehrt die Kegelrobbe an die deutsche Ostseeküste zurück? Eine bestimmte Insel scheinen die Tiere jedenfalls ganz besonders zu mögen. Foto: Axel Heimken «Spionagesoftware» macht Hoffnung auf Kegelrobben-Rückkehr Werden aus Stammurlaubern Dauermieter? Vieles spricht dafür, dass die Kegelrobben ihren vor 100 Jahren verlorenen Lebensraum an der deutschen Ostseeküste zurück erobern. Mit einer «Spionagesoftware» haben Forscher die Robben als alljährliche Wiederkehrer geoutet.
Kühlungsborn bittet zu Tisch - und an den Herd. Die Gourmettage mit Workshops und Verköstigungen haben sich fest im Eventkalender des Strandbads etabliert. Foto: Touristik-Service-Kühlungsborn Küchenparty mit Spitzenköchen: Gourmettage in Kühlungsborn  Frischer Fisch und regionale Bioprodukte, in Szene gesetzt von Meisterköchen: Kühlungsborn hat Urlaubern auch im Spätherbst einiges zu bieten - die Gourmettage bitten in die Küche und zu Tisch.
Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist auf der aktuellen Roten Liste als gefährdet eingestuft. Foto: Patrick Pleul Gewinner und Verlierer 2016 im Tierreich Die Feldlerche ist gefährdet, vom Feldhamster gibt es in manchen Bundesländern nur noch wenige Exemplare - anderswo auf der Welt erholen sich dagegen fast schon totgeglaubte Arten. So verlief 2016 in der Tierwelt.
Die Kraniche sammeln sich in diesem Jahr besonders früh für ihren Abflug in den Süden Europas. Foto: Patrick Pleul Die Kraniche sammeln sich dieses Jahr früher Die Brutsaison ist vorbei, der Nachwuchs schon groß, die Kraniche beginnen langsam, sich zu sammeln und auf die große Reise gen Süden zu begeben. Vor allem in Vorpommern können Vogelfreunde zahlreiche Kraniche beobachten.