Betrüger senden schädliche Mails im Namen von Sicherheitsamt

29.07.2019
Trick-Betrüger im Internet überraschen immer wieder mit ihren Methoden. Neuerdings werden gefährliche E-Mails im Namen des Sicherheitsamtes versendet. Wie man am besten vorgeht, um sich zu schützen.
Verbraucher können sich meist nicht nur auf den Filter verlassen. Zum Glück lassen sich Absender aber auch manuell sperren. Foto: Andrea Warnecke
Verbraucher können sich meist nicht nur auf den Filter verlassen. Zum Glück lassen sich Absender aber auch manuell sperren. Foto: Andrea Warnecke

Berlin (dpa) - Internetnutzer erhalten derzeit gefährliche Mails, die Betrüger im Namen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verschicken.

Darin geben die Kriminellen vor, dass Unberechtigte Zugriff auf die persönlichen Daten der Empfänger hätten, wie aus einem vom BSI verbreiteten Bild einer solchen Mail hervorgeht. «Das BSI ist nicht Absender der Mails mit der Absenderadresse «meldung@bsi-bund.org»», teilte das Amt mit. Entsprechende Nachrichten sollten Empfänger nicht öffnen.

Um sich generell vor schädlichen Mails zu schützen, empfiehlt das BSI einen Drei-Punkte-Check: Nutzer sollen zunächst darauf achten, ob ihnen der Absender einer Nachricht bekannt ist, Betreff und Text sinnvoll erscheinen und ein Anhang vorhanden ist.

Wenn etwa im Anhang einer Mail eine Rechnung ist, obwohl in jüngerer Vergangenheit nichts bestellt wurde, sollte man vorsichtig sein. Im Zweifel hilft es, beim Absender telefonisch nachzufragen, ob die entsprechende Mail tatsächlich von ihm verschickt wurde, bevor man diese öffnet.

Warnung des BSI auf Twitter

Video-Informationen des BSI zu E-Mail-Sicherheit


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In Deutschland hat die Gefährdung durch Cyberkriminalität in den vergangenen Jahren stets zugenommen. Foto: Silas Stein/dpa IT-Sicherheit: Gefährdung in Deutschland auf hohem Niveau Wie steht es um die IT-Sicherheit in Deutschland? Die Situation ist «auf hohem Niveau angespannt» heißt es im aktuellen Lagebericht. Die Bundesregierung will massiver gegen Cyberattacken vorgehen - appelliert aber auch an die Verbraucher.
Vor allem bei Rechnungen per E-Mail sollte man sich sehr genau überlegen, ob man Links und Anhänge öffnet. Dahinter verbirgt sich oft Schadsoftware. Foto: Sebastian Gollnow Das sind die häufigsten Fallen im Netz Phishing, manipulierte Links, Ransomware: Gefahren lauern im Netz überall. Die meisten Internet-Nutzer wissen das - und verhalten sich dennoch leichtsinnig. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich zu schützen. Hier sind die Top-Risiken und wie man ihnen begegnet.
Wer nervige Mails als Spam markiert, hilft Mailprogrammen und Dienstanbietern dabei, sie künftig besser herauszufiltern. Foto: Andrea Warnecke Wenn Spam persönlich wird: Geldwäschern auf der Spur Unzählige Spam-Mails sind im Umlauf. Aber was, wenn plötzlich eine mit persönlicher Ansprache dabei ist? Mit Name, Adresse, Telefonnummer und einem Job-Angebot? Dann ist es besonders wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Der Testsieger: Cam Outdoor von Nest (2,2). Foto: Nest/dpa Vernetzte Überwachungskameras: Test zeigt Sicherheitslücken Sie sollen für Sicherheit sorgen, sind aber selbst zum Teil sehr unsicher. Die Stiftung Warentest findet bei Überwachungskameras mit Internetverbindung viele Mängel. Was sind die Probleme?