Belgische Frittenbuden wollen Unesco-Weltkulturerbe werden

18.03.2021
Wer einmal in Belgien zu Besuch war, wird sie wohl zu schätzen gelernt haben: die Frittenbuden. Doch die Imbissstände sind weitaus mehr als beliebte Snackstationen. Sie gehören inzwischen zur Kultur des Landes.
Dominique Bonnier bereitet in der «Maison Antoine» Pommes Frites zu. Sollten die belgischen Frittenbuden Unesco-Weltkulturerbe werden?. Foto: picture alliance / dpa
Dominique Bonnier bereitet in der «Maison Antoine» Pommes Frites zu. Sollten die belgischen Frittenbuden Unesco-Weltkulturerbe werden?. Foto: picture alliance / dpa

Brüssel (dpa) - Die belgischen Frittenbuden wollen Weltkulturerbe werden. Einen entsprechenden Antrag hat der nationale Dachverband der Frittenbuden-Betreiber Navefri nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Vereinigungen bei der Landesregierung Flanderns eingereicht.

Diese könnte den Vorschlag nun als Belgiens Kandidaten bei der Unesco einreichen. Die Bier-Kultur des kleinen Königreichs trägt bereits den Titel des Immateriellen Weltkulturerbes der Menschheit.

«Diese Kultur ist bei uns allen eingebrannt. Dabei handelt es sich um etwas ganz normales, um eine feste Wertschätzung in unserem Leben», sagte der Navefri-Vorsitzende Bernard Lefèvre der Mitteilung vom Mittwoch zufolge. «Vielleicht müssen wir uns gerade deswegen gemeinsam um die Pflege dieses Kulturguts kümmern.» Dies sei die beste Art und Weise, die Frittenbuden wertzuschätzen.

Die belgischen Regionen haben die Frittenbuden-Kultur bereits als Kulturerbe anerkannt. Belgien darf alle zwei Jahre einen neuen Kandidaten für die Liste des Immateriellen Kulturgutes der Unesco einreichen; die Länder und Regionen wechseln sich ab. Im kommenden Jahr ist Flandern an der Reihe. Mitte Mai will Landeskulturminister Jan Jambon seine Entscheidung auf Grundlage eines Gutachtens bekanntgeben.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-875712/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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