Bei zweifelhaften Technik-Shops lohnt ein Blick in die AGB

22.08.2017
Die Freude über das preiswert erworbene Smartphone ist zunächst groß. Doch beim Erhalt des Gerätes stellt der Online-Kunde etwa fest, dass es sich nicht um Neuware handelt. Wer das nicht erleben möchte, liest am besten aufmerksam die AGB's.
Zumindest die wichtigsten Passagen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Online-Händlern sollten Verbraucher überfliegen. Foto: Andrea Warnecke
Zumindest die wichtigsten Passagen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Online-Händlern sollten Verbraucher überfliegen. Foto: Andrea Warnecke

Berlin (dpa/tmn) - Bei Technik-Shops im Netz, die sehr günstig angebliche Neuware anbieten, lohnt oft ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Ist dort etwa zu lesen, dass die Lieferung der Ware durch einen Drittanbieter erfolgt und Retouren bei Widerruf auf eigene Kosten ins Ausland geschickt werden müssen, sollten Käufer alarmiert sein, warnt der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Denn dann kann es sein, dass der Anbieter die Ware erst einmal auf irgendwelchen Marktplätzen kauft oder ersteigert - mitunter auch gebraucht.

Selbst wenn der Verkäufer in den AGB die Lieferung an den Käufer garantiert und die Funktion des Gerätes gewährleistet, sollten Interessenten von solchen Angeboten Abstand nehmen, so die Verbraucherschützer weiter. Denn der Shop habe keine Kontrolle über den Zustand der von Dritten versendeten Geräte und könne die gesetzlich vorgegebene Produkt-Zustandsbeschreibungen überhaupt nicht abgeben.

Der Käufer trage das Risiko, ein Produkt zu erhalten, das in einem sehr schlechten, gebrauchten Zustand ist, fassen die Experten zusammen. Und im Zweifel kämen auch noch Kosten für Versand, Zoll und Steuern auf ihn zu - etwa für eine Rücksendung nach Hongkong.

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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