Aus für Google Plus steht bevor

22.03.2019
Einst wollte Google mit seinem Dienst Google Plus dem Online-Netzwerk Facebook Konkurrenz machen. Der Plan scheiterte - nun steht die Plattform vor der Abschaltung. Aktive Nutzer sollten rasch handeln.
Grund für das Aus von Google Plus ist unter anderem die geringe Nutzerzahl. Foto: Tobias Hase
Grund für das Aus von Google Plus ist unter anderem die geringe Nutzerzahl. Foto: Tobias Hase

Berlin (dpa/tmn) - Das Aus für Googles Online-Netzwerk steht unmittelbar bevor. Für Privatnutzer schließt Google Plus nun am 2. April, wie das Unternehmen mitteilt. Google empfiehlt deshalb, Inhalte bereits bis spätestens Ende März herunterzuladen und damit zu sichern.

Anschließend kann man sein Profil auch löschen, weil dies nach dem Herunterladen der Daten nicht automatisch geschieht. Genaue Anleitungen bietet Google auf einer Hilfe-Seite zur Einstellung des Netzwerks.

Ursachen für die Einstellung von Google Plus für Privatkunden sind neben diversen Datenpannen eine geringe Nutzerzahl und die Nutzungsintensität. Unternehmen soll der Dienst weiter angeboten werden. Nach Ankündigung der Einstellung des Dienstes für private Nutzer Anfang Oktober 2018 hatte der Internetkonzert den Abschalttermin mehrfach vorverlegt. Ursprünglich sollte Google Plus noch bis Ende August dieses Jahres am Netz bleiben.

Google-Datenexport-Funktion

Hilfe zum Herunterladen von Google-Plus-Inhalten

Hilfe zum Löschen eines Google-Plus-Profils

FAQ zum Ende von Google Plus


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer seinen persönlichen Datenschutz durchsetzen möchte, dem hilft der Paragraf 34 Bundesdatenschutzgesetz. Er verpflichtet alle, die Daten speichern, dem jeweils Betroffenen auch darüber Auskunft zu geben. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Verbraucher haben ein Informationsrecht Hier ein Klick, dort eine Bestellung oder ein Kommentar: Daten sind der wichtigste Rohstoff der Online-Welt. Sie werden etwa von Internetkonzernen, Auskunfteien und Unternehmen eifrig gesammelt. Doch das Datenschutzrecht setzt Grenzen und gewährt Auskunftsrechte.
Das Individuum im Datenstrom: Was Onlinedienste über einen selbst wissen, und welche Informationen unter Umständen zusammengeführt werden, sollte man im Blick behalten. Foto: Ralf Hirschberger Wissen, wer was wissen will: Was passiert mit den Daten? Wer ins Netz geht, hinterlässt eine Datenspur. Was das genau bedeutet, weiß aber kaum jemand. Dabei ist die Datensammelei kleiner und großer Onlinedienste nicht automatisch schlecht – im Gegenteil. Ihre Schattenseiten hat sie aber.
Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bietet eine Fülle neuer Vorschriften für den Daten- und Verbraucherschutz. Foto: Patrick Pleul Was bedeuten die neuen EU-Regeln zum Datenschutz? Viele Jahre hat es gedauert, am heutigen Freitag treten die neuen EU-Datenschutzregeln in Kraft. Das Interesse an dem sperrigen Thema war nie größer. Was ändert sich künftig?
Wenn der smarte Lautsprecher garantiert nicht aktiv werden soll, schalten Verbraucher das Mikrofon aus - und behalten so auch die Handhabe über ihre persönlichen Daten. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Smarte Lautsprecher enttäuschen bei Datenschutz Sie sind nützlich, aber auch sehr neugierig: Wer smarte Boxen mit Sprachassistenten intensiv nutzt, gibt eine Menge von sich preis. Und er kann nicht sicher sein, was mit den Daten passiert. Deshalb geben die Experten von Stiftung Warentest einen deutlichen Ratschlag.