Asus-Notebooks können von Schadsoftware befallen sein

27.03.2019
Wegen einer Sicherheitslücke können sich Hacker Zugriff auf Asus-Notebooks verschafft haben. Nutzer können dies mit einem Diagnose-Programm des Herstellers prüfen. Ist der eigene Rechner betroffen, sind folgende Schritte durchzuführen:
Nutzer des Asus-Programms Live Update sollten sich die neueste Version 3.6.8 herunterladen, in der die Schwachstelle beseitigt wurde. Foto: Robert Schlesinger
Nutzer des Asus-Programms Live Update sollten sich die neueste Version 3.6.8 herunterladen, in der die Schwachstelle beseitigt wurde. Foto: Robert Schlesinger

Berlin (dpa/tmn) - Notebooks von Asus können von Schadsoftware befallen worden sein. Verantwortlich für die mögliche Infektion sei eine Sicherheitslücke im herstellereigenen Aktualisierungsprogramm Live Update sowie die zeitweise Übernahme von Update-Servern durch Hacker, wie Asus mitteilt.

Auch wenn nach Angaben des Unternehmens nur eine sehr überschaubare Zahl von Nutzern angegriffen wurde, sollten Besitzer eines Asus-Notebooks ihren Rechner mit einem Diagnose-Tool prüfen, das der Hersteller zum Herunterladen bereitgestellt hat.

Ergibt die Diagnose, dass der eigene Rechner betroffen ist, rät Asus Betroffenen, sofort eine Sicherheitskopie aller Daten anzufertigen. Danach sollte man Windows auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Das entferne die Schadsoftware komplett vom Rechner. Bei Windows 10 funktioniert das Zurücksetzen unter «Einstellungen/Update und Sicherheit/Wiederherstellung».

Alle Besitzer eines Asus-Notebooks mit installiertem Live Update sollten das Aktualisierungsprogramm auf die neueste Version 3.6.8 bringen, in der die Schwachstelle laut Hersteller beseitigt wurde. Bei weiteren Fragen erreichen Kunden den Notebook-Support von Asus telefonisch unter 02102/57 89 557 (Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr),per Online-Kontaktformular oder im Online-Chat.

Download des Diagnose-Tools von Asus (Zip-Datei)

Informationen zu Asus Live Update

Asus-Mitteilung

Online-Kontaktformular zu Asus

Asus-Online-Chat


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vorsicht beim Surfen über öffentliches WLAN im Café: Mit frei zugänglicher Spionage-Software können sich hier andere Nutzer in die Verbindung einwählen und Daten mitlesen. Foto: Christin Klose Basis-Tipps zum sicheren Surfen im Netz Cyberattacken, Erpressungstrojaner und Identitätsklau: Das Netz ist nicht nur voll von nützlichen Informationen, sondern wird auch von Betrügern missbraucht. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich wirksam vor Schadsoftware und Co. zu schützen.
Auch Intel-Prozessoren sind von einer schwerwiegenden Sicherheitslücke betroffen. Die Anbieter der Betriebssysteme reagieren darauf mit neuen Sicherheitsupdates. Foto: Ralf Hirschberger/dpa Chip-Sicherheitslücke: Was Nutzer tun können Durch eine Schwachstelle bei Computerchips von Milliarden Geräten könnten Kriminelle an vertrauliche Daten gelangen. Nutzer installieren für ihr Betriebssystem am besten die verfügbaren Sicherheitsupdates.
Vor allem bei Rechnungen per E-Mail sollte man sich sehr genau überlegen, ob man Links und Anhänge öffnet. Dahinter verbirgt sich oft Schadsoftware. Foto: Sebastian Gollnow Das sind die häufigsten Fallen im Netz Phishing, manipulierte Links, Ransomware: Gefahren lauern im Netz überall. Die meisten Internet-Nutzer wissen das - und verhalten sich dennoch leichtsinnig. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich zu schützen. Hier sind die Top-Risiken und wie man ihnen begegnet.
Bluetooth-Nutzer sollten schnell die Sicherheitslücke schließen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Bluetooth-Sicherheitslücken: Updaten oder abschalten Bluetooth-Geräte aller Art benötigen dringend ein Update. Dazu raten Sicherheitsexperten. Sie haben Sicherheitslücken entdeckt. Die Geräte können sich so mit Schadsoftware infizieren.