Apple schrumpft das iPhone und das iPad Pro

22.03.2016
Alle machen ihre Smartphones größer, Apple macht es kleiner. Das neue iPhone SE kommt mit nur noch vier zoll großem Display. Auch das iPad Pro gibt es ab Ende März in einer handlicheren Version.
Apples neues iPhone SE sieht aus wie das iPhone 5S, hat im Inneren aber aktuelle Technik verbaut. Foto: Apple
Apples neues iPhone SE sieht aus wie das iPhone 5S, hat im Inneren aber aktuelle Technik verbaut. Foto: Apple

Cupertino (dpa/tmn) - Retro statt Revolution: Apples neues iPhone SE bringt aktuelle Technik in bekannter Verpackung. Rein optisch sieht es dem seit Jahren verfügbaren iPhone 5S mit seinem vier Zoll großen Display und dem kantigen Metallgehäuse zum Verwechseln ähnlich.

Auch das Display hat die gleiche Auflösung wie beim 2013 vorgestellten Modell. Im Inneren steckt allerdings weitgehend die Hardware des aktuellen iPhone 6S mit dem A9-Prozessor, dem M9-Coprozessor, dazu eine Kamera mit 12 Megapixeln Auflösung, Live-Fotos und 4K-Videos (3840 zu 2160 Pixel). Auch die Sende- und Empfangstechnik wurde auf den aktuellen Stand gebracht. Das iPhone SE funkt mit bis zu 150 Megabit pro Sekunde (Mbit/S) über LTE und bietet zusätzliche LTE-Bänder, das WLAN-Modul beherrscht den aktuellen ac-Standard. Was fehlt, ist allerdings der druckempfindliche Bildschirm des iPhone 6S mit der 3D-Touch-Funktion.

Apple positioniert das iPhone SE als neues Einsteigergerät. Entsprechend fällt auch der Preis aus. Die Variante mit 16 Gigabyte (GB) Speicher gibt es für 489 Euro, 64 GB kosten 589 Euro. Das größere iPhone 6S gibt es ab rund 745 Euro, das iPhone 6 ab etwa 635 Euro. Verkaufsstart in Deutschland ist am 31. März.

Neben einem geschrumpften iPhone gibt es außerdem ein neues iPad Pro mit 9,7 Zoll Displaygröße. Sein True-Tone-Display soll weniger reflektieren und Farbtöne bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen realistischer darstellen. Im Inneren steckt der A9X-Prozessor aus dem größeren iPad Pro, vier Lautsprecher in den Ecken des Gehäuses sollen für bessere Klangqualität sorgen. Auch der Apple Pencil wird unterstützt, außerdem gibt es ein neues Smart Keyboard, das über den Smart Connector genannten Anschluss direkt mit dem Gerät verbunden wird. Somit entfällt ein separates Aufladen der Tastatur.

Das kleine iPad Pro wird in Speichergrößen von 32 bis 256 GB angeboten und kommt am 31. März ab 689 Euro (WLAN-Version) in den Handel. Die Spitzenversion mit WLAN, LTE und 256 GB soll 1199 Euro kosten. Die Zubehörteile wie Apple Pencil oder das Smart Cover werden separat verkauft.

Zusätzlich zu den neuen Modellen gibt es auch ein frisches iOS. Version 9.3 bietet neben einigen Sicherheitsupdates auch eine Nightshift genannte Funktion. Sie verändert gegen Abend die Displayfarbe hin zu wärmeren Farbtönen, was beim leichteren Einschlafen helfen soll. Das Update kann über die Einstellungen des iPhones oder per Computerverbindung mit iTunes heruntergeladen werden.

iOS 9.3 bringt Nachtmodus und bessere Sicherheit

Pünktlich zum neuen iPhone SE und dem kleineren iPad Pro bringt Apple auch das Betriebssystem iOS auf den neuesten Stand. Größte Neuerung der Version 9.3 ist der Night Shift genannte Nachtmodus. Er stellt die Displayfarben auf ein wärmeres Farbspektrum ein. Einschlafstörungen durch zu viel blaues Bildschirmlicht sollen so gemindert werden. Außerdem neu: Auf dem Telefon gespeicherte Notizen können nun per Passwort oder Touch-ID vor unbefugten Blicken geschützt werden, in der Fotos-App können Videos und Bilder nun dupliziert werden.

Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe von Sicherheitsverbesserungen, darunter ein Fix für iMessage. Hier hatten Forscher nachgewiesen, dass unter gewissen Umständen Nachrichten entschlüsselt werden können. Ebenfalls Geschichte: der Systemzeitfehler, bei dem das Gerät bei einem Systemdatum vor dem 1. Mail 1970 einfrieren konnte.

Das iOS-Update für iPhones, iPads und den iPod touch gibt es als Update über WLAN (in den Einstellungen unter «Allgemein/Softwareaktualisierung») oder in Verbindung mit einem Computer und iTunes.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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