Amazon zeigt neue Lautsprecher und smarte Ringe

26.09.2019
Amazon hat verschiedene Neuigkeiten vorgestellt. Neben Updates für bereits bekannte Produkte zeigt der Onlinehändler auch ganz neue Dinge - etwa eine Brille mit der Sprachassistentin Alexa.
Soll mit drei Mitteltönern für räumlichen Klang sorgen: Der Amazon-Lautsprecher Echo Studio. Foto: Amazon/dpa-tmn
Soll mit drei Mitteltönern für räumlichen Klang sorgen: Der Amazon-Lautsprecher Echo Studio. Foto: Amazon/dpa-tmn

Seattle (dpa/tmn) - Amazon hat kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts mehr als ein Dutzend neuer Geräte mit der Sprachassistentin Alexa an Bord vorgestellt.

Neben aufgefrischten Dauerbrennern wie die zylinderförmigen Echo-Lautsprecher gab es auch einige neue Kategorien. Bei einigen ist aber noch unklar, ob und wann sie nach Europa kommen. Die wichtigsten Neuheiten auf einen Blick:

- Echo, aber besser: Die Soundqualität der Echo-Lautsprecher wurde von Experten stets belächelt. Wenige Tage nach dem Start eines Streaming-Angebots mit Musik in hoher Auflösung legt Amazon nun mit einem passenden Gerät nach, das auch anspruchsvollere Hörer überzeugen soll. Das Modell Echo Studio wartet für räumlichen Sound gleich mit drei Mitteltönern auf, gerichtet zu den Seiten und nach oben. Dadurch kann auch das Dolby-Atmos-Format für dreidimensionalen Klang unterstützt werden. Der Preis ist mit rund 200 Euro niedriger als bei vielen Konkurrenten in dieser Liga.

- Mehr Echo: Auch die klassischen Echo-Modelle - der zylindrische Echo für rund 100 Euro und die Display-Version Echo Show für rund 130 Euro - werden aufgefrischt. Den kleinen Lautsprecher-Puck Echo Dot gibt es jetzt mit integrierter Digitaluhr-Anzeige für rund 70 Euro. Der günstigste Echo-Lautsprecher ist jetzt der Echo Flex für 30 Euro, der direkt in die Steckdose kommt und mit einsteckbaren Zusatzmodulen wie Bewegungssensor oder Nachtlicht ausgebaut werden kann.

- Alexa im Ohr: Bisher endee der Aktionsbereich von Alexa für die Nutzer meist, wenn man Haus oder Wohnung verlässt - doch jetzt sollen die drahtlosen Ohrhörer Echo Buds die Sprachassistentin auch unterwegs verfügbar machen. Die Buds bekommen zudem eine Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen mit Technologie des Hifi-Spezialisten Bose. Die Ohrhörer-Knöpfe sollen mit einer Batterieladung auf fünf Stunden Laufzeit kommen, das Case soll Saft für 20 Stunden haben. Der Preis ist mit 130 Dollar in den USA niedriger als bei vielen vergleichbaren Konkurrenzmodellen.

- Alexa am Finger und auf der Nase: In den USA bringt Amazon in limitierter Auflage zudem zwei experimentelle Geräte als «Day One Edition» heraus. Echo Frames sieht auf den ersten Blick aus wie eine gewöhnliche Brillenfassung, nur mit etwas dickeren Bügeln. Für rund 180 Dollar bietet die Brille aber Mikrofone und winzige Lautsprecher, um mit Alexa zu kommunizieren. Das kann auch der Ring Echo Loop. Er hat einen Knopf, der Alexa aktiviert, für den Sprachbefehl hält man den Finger mit dem Ring nahe zum Mund. Für 130 Dollar hat man die Auswahl aus vier Ring-Größen. Der Lautsprecher im Loop-Ring ist nur 5 mal 2 mal 0,9 Millimeter groß.

- Preisbrecher bei Sicherheitskameras: Von der Amazon-Tochter Ring gibt es eine Indoor-Kamera für nur 59 Euro. Sie kann aber mit HD-Video, Nachtsicht, Gegensprechfunktion und durch Bewegung aktivierten Aufnahmen durchaus mit teureren Konkurrenzmodellen mithalten. Interessenten in Europa werden sich allerdings bis Frühjahr 2020 gedulden müssen.

- WiFi-Netze auch für Europa: Die Mesh-Router der vor kurzem übernommenen Firma Eero sollen demnächst erstmals auch außerhalb der USA verkauft werden. Bei der neuen Generation wurde unter Amazon-Regie auch der Preis kräftig gesenkt - ein Set aus drei Geräten soll in Europa 279 Euro kosten. Bei den Mesh-Systemen verbinden sich die Basis-Stationen untereinander um größere Flächen oder mehrere Stockwerke abzudecken.

- Mikrowelle war gestern: Vor einem Jahr machte noch die erste Mikrowelle mit Alexa-Sprachsteuerung Schlagzeilen nach dem damaligen Neuheiten-Event. Jetzt legt Amazon nach: Für den gleichen Preis von 250 Dollar gibt es eine Kombi aus Mikrowelle und Konvektionsofen. Das Gerät kann auch Strichcodes auf Lebensmitteln einscannen und auf dieser Basis voraussichtliche Zubereitungszeiten angeben.

- Nachtlicht: Für rund 30 Dollar kommt auch eine kleine tropfenförmige Lampe ins Angebot, die sich per Sprache steuern lässt. Das Gerät mit dem Namen Echo Glow ist mit einem farbigen Licht vor allem für Kinderzimmer gedacht.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Amazons vernetzte Lautsprecher Echo und Dot hören ständig in den Raum und lauschen nach ihrem Aktivierungswort. Wer ungestört sein will, kann die Mikrofone stumm stellen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Sprachassistenten für daheim: Was sie können - und was nicht Die vernetzte Sprachbox verwandelt im Handumdrehen jede Behausung in ein Smart Home. Diesen Eindruck wollen die Hersteller digitaler Sprachassistenten zumindest gern erwecken. Die Realität ist wesentlich weniger einfach - und manchmal weniger intelligent.
Auf der Elektromesse CES treten die Sprachassistenten der großen Techkonzerne gegeneinander an. Foto: Christoph Dernbach/dpa Amazons Alexa gegen Google Assistant auf der CES Alexa, Google Assistant, Siri: Die Sprachassistenten großer Techkonzerne wetteifern um die Gunst der Nutzer. Auf der Elektronikmesse CES ist vor allem Amazons Alexa erneut nahezu allgegenwärtig. Google hält aber voll dagegen.
Schräg angeschnittenes Türmchen: So präsentiert sich Googles vernetzter Home-Lautsprecher mit dem Assistant an Bord. Foto: Google/dpa-tmn Google-Home-Lautsprecher kommt im August für 149 Euro Google schickt seinen vernetzten Lautsprecher Google Home nun auch in Deutschland in den Ring um die Vormachtstellung der digitalen Sprachassistenten. Ab dem 8. August soll er in Elektronikmärkten sowie im Google Store erhältlich sein.
Sprechen statt tippen: Sprachassistenten wie Googles Assistant etablieren sich allmählich als ein weiterer Weg, technische Geräte zu bedienen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Die Sprachassistenten sind überall Auf der CES gibt es kaum ein Gerät ohne Sprachsteuerung und künstliche Intelligenz. 2018 soll das Gespräch mit der Technik zur Normalität werden. Nach einem bescheidenen Start für die digitalen Helfer könnte es dieses Mal wirklich klappen.