ADAC: Camping in NRW günstiger als im Bundesdurchschnitt

30.03.2022
Camping verspricht eigentlich einen günstigen Urlaub. Doch auch hier kann eine Übernachtung ganz schön ins Geld gehen. Das ADAC-Campingportal hat ermittelt, wo es teuer wird und wo nicht.
In in Nordrhein-Westfalen ist Camping-Urlaub besonders günstig, in Mecklenburg-Vorpommern eher teuer. Das ergab eine Auswertung ADAC-Campingportal. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
In in Nordrhein-Westfalen ist Camping-Urlaub besonders günstig, in Mecklenburg-Vorpommern eher teuer. Das ergab eine Auswertung ADAC-Campingportal. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn

Essen (dpa) - Camping-Urlaub ist in Nordrhein-Westfalen günstiger als in vielen anderen Bundesländern. Zu diesem Ergebnis kommt das ADAC-Campingportal «Pincamp», das die Preise von mehr als 2500 Campingplätzen in Deutschland und Europa ausgewertet und verglichen hat.

Demnach zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem zehnjährigen Kind in diesem Jahr an Rhein und Ruhr durchschnittlich 37,02 Euro pro Übernachtung, teilte der ADAC mit. Damit belege NRW im Bundesländervergleich einen Mittelfeldplatz und liege unter dem bundesweiten Durchschnittspreis von 38,33 Euro pro Nacht.

Camping-Freunde müssen laut ADAC in diesem Jahr generell mit höheren Kosten rechnen. Der Preis für eine Übernachtung in NRW steige im Schnitt um sechs Prozent im Vergleich zu 2021. Bundesweit seien die Plätze nur um drei Prozent teurer als im Vorjahr.

In NRW übernachten Camper im Bergischen Land (28,33 Euro) und im Tecklenburger Land (32,90) besonders preiswert, etwas teurer ist es im Teutoburger Wald (34,50). Auch in der Eifel (36,99),im Sauerland (36,86) und am Niederrhein (37,98) liegen die Preise noch unter dem Bundesschnitt. Am meisten müssen Camping-Fans im nordrhein-westfälischen Teil des Weserberglands für eine Familienübernachtung bezahlen (41,83). Allerdings gebe es dort wie auch am Niederrhein besonders viele sehr gut ausgestattete 4- und 4,5-Sterne-Plätze (ADAC-Klassifikation).

Im Vergleichspreis enthalten sind nach ADAC-Angaben der Auto- oder Caravan-Standplatz sowie die wichtigsten Nebenkosten wie Strom, warme Duschen und Kurtaxe. Die Preise beziehen sich auf die Hochsaison und Plätze mit einer ADAC-Klassifikation von drei oder mehr Sternen. «Camping liegt als Urlaubsform ungebrochen im Trend», sagte Dirk Schneider vom ADAC. Noch seien auch in beliebten Tourismusregionen noch Stellplätze verfügbar. Für Ostern, Pfingsten und in den Sommerferien könne es «mancherorts aber schon eng werden».

Vergleichsweise teuer ist Campingurlaub in den deutschen Tourismus-Hochburgen Mecklenburg-Vorpommern mit einem durchschnittlichen Preis von 42,63 Euro, Schleswig-Holstein (40,66),Baden-Württemberg (40,20) und Bayern (39,17). Am günstigsten kann man im Saarland (32,29) und in Sachsen-Anhalt (33,21) übernachten.

Europaweit ist Deutschland nach Schweden das zweitgünstigste Campingland. Die höchsten Preise im Ländervergleich zahlen Camper in der Schweiz (64,15),Kroatien (60,37) und Italien (60,28). Weniger als 50 Euro pro Nacht bezahlt man außer in Deutschland und Schweden nur in Dänemark, den Niederlanden und Frankreich.

© dpa-infocom, dpa:220330-99-731466/2

Mitteilung ADAC


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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