Falsche Rechnungen: E-Mails mit Trojaner im Gepäck

16.03.2016
Phishing Mails sind ein großes Sicherheitsproblem. Verbrecher versuchen etwa mit fingierten Rechnungen, sensible Daten des Empfängers auszuspionieren. Unbekannte Anhänge sollten daher niemals geöffnet werden - auch wenn das Virtenprogramm keinen Alarm gibt.
Wer sich vor betrügerischen Mails schützen will, sollte niemals dubiose Anhänge öffnen. Foto: Jochen Lübke
Wer sich vor betrügerischen Mails schützen will, sollte niemals dubiose Anhänge öffnen. Foto: Jochen Lübke

Düsseldorf (dpa/tmn) - Schon seit einiger Zeit landen Trojaner verstärkt als frei erfundene Rechnung oder Mahnung im Anhang von E-Mails auf Rechnern. Relativ neu ist dagegen die Masche, die oft in Office-Dokumenten versteckte Schadsoftware noch einmal in ein passwortgeschütztes RAR- oder ZIP-Archiv zu verpacken.

Aus Sicht der kriminellen Hintermänner hat das den Vorteil, dass die Schadsoftware den Virenscanner erst einmal unerkannt passieren kann, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Das Passwort, mit der sich das angehängte Archiv öffnen lässt, steht im Text der Mail. Empfänger sollten Aufforderungen zum Öffnen oder Speichern eines Archivs natürlich keinesfalls nachkommen, weil sie damit der Schadsoftware Tür und Tor öffnen. Am besten werden solche Mails direkt gelöscht.


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