Dem Lebenspartner ein lebenslanges Wohnrecht einräumen

22.03.2016
Vorsorgen für den Ernstfall: Stirbt der Hauseigentümer, hat der unverheiratete Partner nicht automatisch das Recht, weiter in der Immobilie wohnen zu dürfen. Hierfür ist eine schriftliche Regelung notwendig.
In einem Erbvertrag oder Testament können Hauseigentümer ihrem Lebenspartner ein lebenslanges Wohnrecht einräumen. Nur so ist abgesichert, dass diese nach dem Tod des Hauseigentümers weiterhin in der Immobilie wohnen dürfen. Foto: Marc Tirl
In einem Erbvertrag oder Testament können Hauseigentümer ihrem Lebenspartner ein lebenslanges Wohnrecht einräumen. Nur so ist abgesichert, dass diese nach dem Tod des Hauseigentümers weiterhin in der Immobilie wohnen dürfen. Foto: Marc Tirl

Bremen (dpa/tmn) - Wenn Paare ohne Trauschein gemeinsam in einem Eigenheim leben, sollte der Eigentümer der Immobilie seinem Partner ein lebenslanges Wohnrecht einräumen. Sonst ist nicht gesichert, dass der Partner nach dem Tod des Eigentümers wohnen bleiben darf, erklärt die Bremer Notarkammer.

Gerade wenn der Eigentümer Kinder aus einer anderen Beziehung hat oder seine Eltern noch leben, ist eine klare Regelung wichtig - eine Möglichkeit dafür ist zum Beispiel ein Erbvertrag, ein Testament oder ein Vermächtnis. Ansonsten erbt in der Regel die Familie des Eigentümers die Immobilie.

Denn unverheiratete Partner berücksichtigt die gesetzliche Erbfolge nach Angaben der Notare nicht. Das bedeutet: Im schlimmsten Fall müsste der langjährige Lebenspartner aus der Wohnung oder dem Haus ausziehen. Gibt es keine weiteren Verwandten, kann das Vermögen unter Umständen sogar an den Staat fallen.


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