Wann müssen Studenten Sozialversicherungsbeiträge zahlen?

16.09.2021
Wer neben dem Studium arbeitet, muss häufig auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen. In bestimmten Fällen kann man sich davon befreien lassen.
Studierende, die nebenbei jobben, müssen oft auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Studierende, die nebenbei jobben, müssen oft auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Viele Studenten arbeiten nebenbei, um sich das Studium zu finanzieren. Damit stehen sie in einem Beschäftigungsverhältnis mit all seinen Rechten und Pflichten. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Ist das Arbeitsverhältnis von Beginn an auf höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr befristet, bleiben Studenten versicherungsfrei. Dabei spielt die Höhe des Verdienstes keine Rolle. Sozialversicherungsbeiträge sind nicht zu zahlen.

Minijobs sind versicherungspflichtig

Wer unbefristet arbeitet und nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient, ist in der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich versicherungspflichtig. Durch die Zahlung von Beiträgen entstehen Ansprüche auf Rehabilitationsleistungen, Erwerbsminderungsrenten und Zulagen zur Riester-Rente.

Der zu zahlende Beitrag beträgt derzeit 3,6 Prozent des Einkommens. Beim Arbeitgeber kann ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht gestellt werden. Dadurch erlischt jedoch nicht nur die Pflicht zur Beitragszahlung, sondern auch die Absicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Wer unbefristet arbeitet und mehr als 450 Euro im Monat verdient, ist immer versicherungspflichtig. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht ist nicht möglich. Student und Arbeitgeber teilen sich die zu zahlenden Beiträge. Mehr Infos gibt es in einer Broschüre.

© dpa-infocom, dpa:210916-99-244421/3

Broschüre für Studentinnen und Studenten

Infos der Deutschen Rentenversicherung Bund


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Läuft die Nase oder ist das Kind krank, müssen Eltern den Nachwuchs wegen der Pandemie häufig abholen und bei der Betreuung einspringen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn So klappt's mit dem Kinderkrankengeld Wird es kälter, läuft öfters mal die Nase. Seit Corona müssen Kinder dann meist schon Zuhause bleiben. Doch wie regeln Eltern die Betreuung, wo doch die Kinderkrankentage begrenzt sind?
Es gibt verschiedene Modelle, die Elternzeit zu planen. Da lohnen sich frühe Absprachen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Wie Berufstätige die Elternzeit-Planung angehen Mutterschutz, Elterngeld plus, Partnermonate: Die Regelungen zum Thema Elternzeit sind nicht leicht zu überblicken. Und natürlich ist jede Familie anders. Wie finden werdende Eltern die beste Lösung?
Wer sich für Altersteilzeit entscheidet, reduziert seine Arbeitszeit um die Hälfte und steigt so nach und nach aus seinem Job aus. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Was Arbeitnehmer bei der Altersteilzeit beachten sollten Altersteilzeit kann für ältere Arbeitnehmer eine Option sein, schrittweise aus dem Job auszusteigen. Allerdings muss der Arbeitgeber mitspielen. Und eines sollten Interessierte auf jeden Fall prüfen.
Auch wenn sie sich jeden Tag mit dem Thema Sterben auseinandersetzt - Alltag wird es für Dorina Spannenberger nicht. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn Wie werde ich Bestatter/in? Bestatter sind täglich mit dem Tod konfrontiert. Alltag wird der Umgang mit Verstorbenen dennoch nicht. Die meisten Auszubildenden wissen aber, worauf sie sich einlassen.