Verbraucherschützer warnen Studierende vor teuren Krediten

13.07.2018
Das Studium in Regelstudienzeit zu bewältigen, erfordert viel Zeit und Engagement. Oft bleibt kaum Zeit für einen Nebenjob. Ratenkredite sind eine Möglichkeit zur Finanzierung, entscheidend sind jedoch faire Konditionen.
Einige Studienkredite fallen durch hohe Zinsen und teure Servicepauschalen negativ auf. Foto: Andrea Warnecke
Einige Studienkredite fallen durch hohe Zinsen und teure Servicepauschalen negativ auf. Foto: Andrea Warnecke

Kiel (dpa/tmn) - Viele Studierende müssen sich Geld leihen, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Die Verbraucherzentrale (VZ) Schleswig-Holstein warnt in diesem Zusammenhang vor gewerblichen Kreditvermittlern, die im Internet beispielsweise Ratenkredite anbieten.

Diese würden oft hohe Zinsen und teure Servicepauschalen fordern. Nach Einschätzung der Verbraucherschützer kämen bei den kommerziellen Anbietern schnell Schulden in sechsstelliger Höhe zusammen. Erhalten Studierende Bafög, blieben die Schulden dagegen überschaubar. Denn in der Regel müssten sie von der staatlichen Unterstützung höchstens 10.000 Euro zurückzahlen.

Allerdings hat nicht jeder hat Anspruch auf Bafög oder bekommt ein Stipendium. In solchen Fällen kann ein Nebenjob eine Alternative sein. Auch ein Studienkredit der KfW-Bank ist eine Option, denn damit sammeln Studierende im ungünstigsten Fall höchstens 54 600 Euro Schulden an, wie die Verbraucherschützer ausgerechnet haben.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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