Süßigkeitenverbot bringt nichts

23.03.2016
Bonbons, Schokolade und Co.: Süße Naschereien sind gerade bei Kindern beliebt - aber auch besonders ungesund. Von einem generellen Verbot raten Experten den Eltern jedoch ab. Denn es gibt einen besseren Mittelweg.
Schoko-Osterhasen: Eltern sollten ihren Kindern Süßigkeiten nicht generell verbieten. Foto: Patrick Pleul
Schoko-Osterhasen: Eltern sollten ihren Kindern Süßigkeiten nicht generell verbieten. Foto: Patrick Pleul

Hamburg (dpa/tmn) - Erlauben Eltern ihren Kindern überhaupt keine Süßigkeiten, ist das meist der falsche Weg. Besser ist: einteilen statt verbieten. Denn wird Süßes verboten, bekomme es zu viel Bedeutung und werde zu wichtig, heißt es in der Zeitschrift «Kinder!» (Ausgabe März 2016).

Besser ist es, wenn das Kind selbst lernt, sich Bonbons, Schokolade und Co. gut einzuteilen. Wenn beispielsweise Freunde oder Verwandte dem Nachwuchs Süßigkeiten schenken, sollten diese erstmal in einer Naschdose verstaut werden.

Das Kind darf dann eine Portion herausnehmen und naschen, wenn es vorher vereinbart wurde. Wichtig ist auch, dass Eltern ihr Kind nicht mit Süßigkeiten trösten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Junkfood wie Chicken Nuggets mit Pommes und Ketchup sollten Kinder nur gelegentlich essen. Foto: Tobias Hase/dpa/dpa-tmn Ernährungsexperte: «Fertig-Currywurst auf die rote Liste!» Kinder lieben Pizza, Burger und Süßes. Doch wie viel ist zu viel? Zu einseitige Ernährung kann sie jedenfalls fürs Leben fehlprägen, warnt ein Ernährungsmediziner. Das hat gesundheitliche Folgen.
Kinder reagieren auf ihre Umwelt und können wenig gegen Übergewicht tun - umso mehr sind die Eltern gefordert. Foto: Markus Scholz/dpa/dpa-tmn Eltern müssen einen gesunden Lebensstil vorleben Immer mehr Kinder in Deutschland sind übergewichtig. Bewegungsmangel und Essgewohnheiten zählen zu den Ursachen dafür, aber nicht nur. Warum vor allem die Eltern in der Pflicht sind.
Mehr ein Knabbern und Ausprobieren als echtes Essen: Babys erhalten nach einigen Monaten zur Milch die erste Beikost. Foto: Mareen Fischinger/Westend61/dpa-tmn Der Trend zu Beikost nach Bedarf im Check Muss Babys erste Mahlzeit unbedingt Brei sein? Keinesfalls, finden Eltern, die dem «Baby-led Weaning» folgen. Die Devise: Fingerfood statt Gläschen. Doch das Ernährungskonzept ist nicht unumstritten.
Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Was ein gesundes Frühstück ausmacht «Mit leerem Magen gehe ich nicht aus dem Haus» oder «Morgens kriege ich nichts runter» - beim Thema Frühstück scheiden sich die Geister. Feststeht: Wenn man frühstückt, dann bitte richtig.