Studie: Jeder zehnte Studiengang ist in Teilzeit studierbar

17.03.2016
Beruf oder Familie mit einem Studium zu vereinbaren, kann schwierig werden. Für viele ist es ohne einen Teilzeit-Studiengang nicht möglich. Eine Studie hat jedoch ergeben: Die Auswahl solcher Lehrangebote bleibt begrenzt.
Die Universität Hamburg erlaubt es Studierenden, in Teilzeit zu studieren. Allerdings muss die Hochschulprüfungsordnung des gewählten Studienganges dies auch vorsehen. Foto: Bodo Marks
Die Universität Hamburg erlaubt es Studierenden, in Teilzeit zu studieren. Allerdings muss die Hochschulprüfungsordnung des gewählten Studienganges dies auch vorsehen. Foto: Bodo Marks

Gütersloh (dpa/tmn) - Wer in Deutschland in Teilzeit studieren möchte, hat eine verhältnismäßig geringe Auswahl. Etwa jeder zehnte Studiengang (10,6 Prozent) wird laut einer Studie des CHE Centrum für Hochschulentwicklung auch für Teilzeitstudierende angeboten.

Bei dieser Studienform ist der Aufwand pro Semester so reduziert, dass sich die Studiendauer entsprechend verlängert. Das ermöglicht die Kombination des Studiums zum Beispiel mit Arbeit und/oder Familie.

Dabei unterscheiden sich die Angebote in den einzelnen Bundesländern stark. Den höchsten Anteil von Teilzeit-Studiengängen hatte im Wintersemester 2015/16 das Saarland: Dort können 64 Prozent der Studiengänge auch in Teilzeit studiert werden. An zweiter Stelle steht Hamburg (rund 42,6 Prozent),auf den dritten Platz Brandenburg (knapp 33,5 Prozent). Schlusslichter sind Sachsen Anhalt (0,9 Prozent),Bremen (2,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (3 Prozent).

Die Teilzeitquote ist an Universitäten mit durchschnittlich 12 Prozent höher als an Fachhochschulen (9,5 Prozent). Das liegt laut der Studie aber vor allem daran, dass in einigen Bundesländern wie dem Saarland oder Hamburg die Teilzeitquote an Universitäten deutlich höher ist als an Fachhochschulen. In Ländern wie Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen ist die Quote an Fachhochschulen dagegen höher. Generell liegt die Teilzeitquote in Master-Studiengängen (13,2 Prozent) über der bei Bachelor-Studiengängen (9,3 Prozent).


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer sich rasch entscheidet, kann noch in diesem Jahr ein Studium beginnen und sich schon bald in einem Hörsaal wie diesem wiederfinden. Foto: Oliver Berg/dpa Neue Studienmöglichkeiten: Von Cyber-Sicherheit bis Design Jetzt aber schnell! Einige Hochschulen bieten brandneue Studienprogramme für das kommende Semester an. Doch die Bewerbungsfristen für viele Studiengänge enden bereits in ein paar Tagen.
Wer sich auf Ökolandbau spezialisieren will, kann nach dem Studium am Traineeprogramm Ökolandbau teilnehmen. Das ist ein Programm initiiert im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Foto: Benjamin Brückner Arbeiten in der Bio-Branche Bioprodukte werden immer beliebter. Von der Landwirtschaft bis zum Handel: Fachkräfte werden entlang der ganzen Wertschöpfungskette gesucht. Gute Voraussetzungen für alle, die dort arbeiten möchten. Doch welche Berufswege gibt es? Und wie kommt man dort hinein?
In seiner Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer lernt Paul Grünig alles über die Eigenschaften des Baustoffes Beton. Er lernt bei der Firma Raffinerie-Bau Schwedt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Wie werde ich..? Beton- und Stahlbetonbauer Sie schalen Keller, ummanteln Leitungen und errichten ganze Wohnanlagen: Beton- und Stahlbetonbauer müssen sich mit ihrem Werkstoff auskennen und mit allem, was auf einer Baustelle vor sich geht.
Mehr als trockene Vorlesung: Duale Studiengänge kombinieren den Hochschulbesuch mit Praxisphasen im Betrieb. Die Konkurrenz um die dualen Studienplätze ist häufig sehr groß. Foto: Felix Kästle Aus zwei mach eins: Für wen ein duales Studium sinnvoll ist Ausbildung oder Studium? Ein duales Studium vereint beides, Wissenschaft und Praxis. Der Preis dafür: wenig Freizeit, hohe Zugangsvoraussetzungen und viel Konkurrenz. Trotzdem ist die Doppelausbildung für Ambitionierte eine Überlegung wert.