Promotion sollte keine Verlegenheitslösung sein

08.10.2020
Die Bedingungen für Berufseinsteiger sind derzeit nicht optimal. Also nach dem Master vielleicht doch noch an der Uni bleiben und promovieren? Warum das nicht immer eine gute Idee ist.
Wer promoviert, braucht Geduld und eine hohe Frustschwelle. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn
Wer promoviert, braucht Geduld und eine hohe Frustschwelle. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Wer die Hochschule abgeschlossen hat, findet aktuell nicht die besten Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt vor. Aufgrund der Corona-Pandemie halten sich die Unternehmen mit Neueinstellungen zurück, heißt es in der Zeitschrift «Zeit Campus» (Ausgabe 06/2020).

Das als Argument zu nehmen, eine Promotion anzugehen, sei aber der falsche Ansatz. In der Zeitschrift werden mehrere Gründe genannt: So sei unklar, ob sich die Situation am Arbeitsmarkt nach Abschluss der Promotion in einigen Jahren überhaupt verbessert hat.

Außerdem ist zu bedenken: Wer sich eine Promotion vornimmt, muss im Laufe des Forschungsvorhabens mit Rückschlägen rechnen. Nicht immer klappt alles auf Anhieb. Das Projekt Promotion erfordert also viel Durchhaltevermögen und eine hohe Frustschwelle. Da muss die Motivation stimmen.

© dpa-infocom, dpa:201008-99-869907/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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