Neuer Wissenschaftscampus in Jena soll entstehen

23.09.2021
Die Universität Jena soll um einen neuen Wissenschaftscampus auf dem Bachstraßen-Areal erweitert werden. Zu den Fachbereichen, die hier wohl einmal einziehen werden, gehört auch das Institut für Datenwissenschaften des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.
Auf dem kaum noch genutzten Arial der Uniklinik Jena soll nun ein neuer Wissenschaftscampus entstehen. Foto: Andreas Hultsch/dpa/Archiv
Auf dem kaum noch genutzten Arial der Uniklinik Jena soll nun ein neuer Wissenschaftscampus entstehen. Foto: Andreas Hultsch/dpa/Archiv

Jena (dpa) - Auf rund 40.000 Quadratmetern nahe der Innenstadt soll in Jena ein neuer Wissenschaftscampus entstehen. In dem Areal rund um die Bachstraße könnten künftig unter anderem die Fachbereiche Pharmazie, Ernährungswissenschaften und Biodiversität unterkommen.

Auch das Institut für Datenwissenschaften des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll dort einen neuen Standort finden. Entsprechende Pläne stellten Stadt, Wissenschaftsministerium und Friedrich-Schiller-Universität nun in Jena vor.

Die Weichen für die weitere Entwicklung des Geländes seien nun gestellt, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Etwa 2024/25 solle nach aktuellen Planungen mit dem Neubau des DLR-Instituts begonnen werden. Bei dem Gesamtprojekt gehe er von einem zeitlichen Rahmen von mindestens 15 Jahren aus.

Zu den veranschlagten Kosten wollte sich Tiefensee nicht konkret äußern. «Wenn Sie sich die Gebäude angucken, dann wissen Sie: Es wird wahrscheinlich nicht mit 27 oder 37 Millionen Euro getan sein.» Der Umbau werde in Etappen und über verschiedene Landeshaushalte hinweg stattfinden.

Das Areal wurde früher hauptsächlich vom Uniklinikum Jena genutzt. Der Großteil der Einrichtungen zog jedoch in den vergangenen Jahren in den Stadtteil Lobeda am südlichen Stadtrand, wodurch viele Gebäude frei wurden.

© dpa-infocom, dpa:210923-99-327917/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Thomas Bein, Germanistikprofessor an der RWTH Aachen, zeichnet seine Vorlesungseinheiten nun in einem Studio auf. Die Videos sollen im kommenden Semester den Studierenden zur Verfügung stehen. Foto: Henning Kaiser/dpa Hochschulen starten digital ins Sommersemester Überfüllte Hörsäle, Studenten dicht gedrängt im Labor: Diese üblichen Szenen wird es im anstehenden Semester an vielen Hochschulen wohl nicht geben. Stattdessen: Laptop raus, Videos ansehen, Seminare per Webcam. Wehe dem, dem es an Selbstdisziplin mangelt.
Die Uni Bonn gehört zu den Hochschulen mit den meisten bewilligten Förderanträgen. Sie bestreitet vier Cluster allein und ist an zwei weiteren beteiligt. Foto: Julian Stratenschulte 34 Universitäten erhalten neue Fördermilliarden Spannung bei den deutschen Unis: Stundenlang saßen Wissenschaftler und Minister zusammen. Dann war klar, für welche Hochschulen bei neuen Fördermilliarden der Daumen hoch oder runter geht.
Nikolaus Johannes Knoepffler ist Leiter des Lehrstuhls für angewandte Ethik/Ethikzentrum an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Foto: Anne Günther/FSU Jena/dpa Sorge um Freiheit der Wissenschaft Die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre ist im Grundgesetz garantiert. Doch machen in jüngster Zeit Proteste gegen strittige Denker immer wieder Schlagzeilen, von Einschüchterungsversuchen ist die Rede. Ist die Wissenschaftsfreiheit in Gefahr?
Für einige Master-Studiengänge ist die Berwerbungsfrist noch nicht abgelaufen. Interessierte haben noch die Chance sich auf einen Platz zu bewerben. Foto: Jens Kalaene/dpa Neue Studiengänge: Von Nachhaltigkeit und Border Studies Der Countdown läuft: Die Bewerbungsfristen für einige Masterstudiengänge enden bald. Angehende Studenten haben bis Mitte Juli noch eine breite Auswahl an neuen Masterstudiengängen. Von Geisteswissenschaften bis hin zu Forstwirtschaft sind spannende Fächer dabei.