Neue Angebote von den Hochschulen

25.02.2016
Auch die Hochschulen reagieren auf die Flüchtlingskrise. Eine Universität in Frankfurt bietet etwa ein Maschinenbaustudium speziell für Flüchtlinge an. In Lüneburg können Studenten ein Zertifikat in Migrationsmanagement erwerben. Mehr neue Studiengänge im Überblick.
Eininge Hochschulen haben besondere Lehrprogramme für Flüchtlinge. In Frankfurt können sie etwa ein Jahr lang Maschinenbau auf Englisch studieren. Foto: Daniel Bockwoldt/ Archiv
Eininge Hochschulen haben besondere Lehrprogramme für Flüchtlinge. In Frankfurt können sie etwa ein Jahr lang Maschinenbau auf Englisch studieren. Foto: Daniel Bockwoldt/ Archiv

Neues Maschinenbaustudium-Angebot für Flüchtlinge in Frankfurt

Die Frankfurter University of Applied Sciences startet ein neues Angebot für Flüchtlinge. Ab Sommersemester 2016 gibt es das Willkommens-Jahr, teilt die Hochschule mit. Flüchtlinge absolvieren ein Jahr lang ein reduziertes Lehrprogramm im Maschinenbau auf Englisch. Außerdem machen sie einen intensiven Deutsch-Kurs. Parallel werden sie in dieser Zeit von einem Mentor betreut und bei der Klärung der formalen Zulassungsvoraussetzungen unterstützt. Zum Willkommens-Jahr gehört außerdem ein acht Wochen langes Praktikum in der Industrie. Nach dem Studienjahr ist der Einstieg ins zweite Fachsemester möglich. Bewerbungsschluss ist der 15. März.

Berufsbegleitendes Studium Migrationsmanagement in Lüneburg

Die Leuphana Universität Lüneburg startet im April das berufsbegleitende Studium Migrationsmanagement. Der sechs Monate lange Studiengang schließt mit einem Zertifikat ab, teilt die Hochschule mit. Er richtet sich an alle, die beruflich mit dem Thema Migration und Integration von Flüchtlingen zu tun haben. Studenten befassen sich mit Integrationskonzepten und -strategien, dem Asylrecht sowie mit unterschiedlichen religiösen, geografischen und ethnischen Herkunftsbiografien. Das Studium kostet 1500 Euro, hinzu kommen 330 Euro Semesterbeitrag. Bewerber sollten einen ersten Abschluss in Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder einem vergleichbaren Fach haben. Bewerbungsschluss ist der 29. Februar.

Bachelor Geriatrische Therapie in Kempten

Die Hochschule Kempten bietet den neuen Bachelor Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege an. Der Studiengang startet zum kommenden Sommersemester. Er richtet sich zum Beispiel an Alten- und Krankenpfleger sowie an Physio- und Ergotherapeuten, teilt die Hochschule mit. Studenten beschäftigen sich damit, wie ältere Menschen optimal betreut und versorgt werden. Es geht unter anderem um besondere Pflege- und Therapiemethoden sowie ganzheitliche Versorgungskonzepte. Absolventen sollen etwa in Krankenhäusern oder bei Pflegediensten arbeiten können. Bewerbungsschluss ist der 29. Februar.

Master Nachhaltigkeitsmanagement in Berlin

Die ESCP Europe Business School Berlin hat neu den Master International Sustainability Management im Angebot. Der englischsprachige Studiengang startet zum Wintersemester 2016/2017 und dauert zwei Jahre, teilt die Hochschule mit. Studenten beschäftigen sich mit Themen wie nachhaltigen Lieferketten. Auf dem Stundenplan stehen aber auch Vorlesungen wie Marketing und Buchhaltung. Studienort ist neben Berlin Paris. Das Studium kostet 21 800 Euro. Absolventen sollen in Nachhaltigkeitsabteilungen von Unternehmen arbeiten können. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni.

Bachelor in Betriebswirtschaftslehre in Kaiserslautern

Die Technische Universität Kaiserslautern startet zum Wintersemester 2016/2017 den neuen Bachelor Betriebswirtschafslehre. Der Studiengang dauert sechs Semester, teilt die Hochschule mit. Auf dem Stundenplan stehen Vorlesungen wie Kosten- und Erlösrechnung, Organisationstheorie oder Wirtschaftsmarketing. Absolventen sollen in Unternehmen aus allen Branchen etwa im Bereich Personal oder Marketing arbeiten können. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.

Willkommensjahr Maschinenbau für Flüchtlinge

Bachelor Betriebswirtschafslehre

Master International Sustainability Management

Bachelor Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege

Studium Migrationsmanagement


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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