MINT-Absolventen verdienen nicht zwangsläufig viel

19.11.2018
Wer ein MINT-Fach studiert, verspricht sich meist gute Job- und Gehaltschancen. Eine Studie ergab nun: Die Aussichten sind je nach Fachrichtung sehr verschieden.
Mediziner dürfen nach einem erfolgreichen Studium meist auf hohe Gehälter hoffen. Für Biologen sind die Prognosen jedoch weniger günstig. Foto: Uwe Anspach
Mediziner dürfen nach einem erfolgreichen Studium meist auf hohe Gehälter hoffen. Für Biologen sind die Prognosen jedoch weniger günstig. Foto: Uwe Anspach

Berlin (dpa/tmn) - Zum Semesterbeginn stellen sich viele Studenten die Frage: Wie viel werde ich später in meinem Beruf verdienen? Absolventen eines MINT-Studiums können dabei nicht automatisch mit einem besonders hohen Gehalt rechnen.

Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu Akademikerlöhnen. Besonders Biologen konkurrieren der Auswertung zufolge um relativ wenige zu besetzende Stellen. Sie sind außerdem häufiger im öffentlichen Dienst beschäftigt, was sich auf die Höhe des Gehalts nachteilig auswirkt.

Offene Stellen für Ärzte und Ingenieure gibt es dagegen genug. In der Folge nehmen diese Berufsgruppen bei Gehältern die vorderen Plätze ein, es folgen Juristen. Auch Informatiker finden guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt vor: Sie verdienen viel und auf 100 Arbeitslose kommen 116 offene Stellen.

Für die Studie hat das IW die aktuelle Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit für 15 Akademikerberufsgruppen neu ausgewertet. Betrachtet wurde jeweils der Median des Vollzeit-Bruttomonatsentgelts.

Zur Kurzfassung der IW-Studie


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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