Leipzig und Magdeburg bekommen Akademie für Auto-Ingenieure

26.07.2019
Die großen Autohersteller benötigen Ingenieure, die an den nötigen Innovationen wie autonomes Fahren oder E-Mobilität mitarbeiten können. Ein neuer Studienzweig wird dazu Ende des Jahres eröffnet.
Computerbildschirme stehen im VW-Werk an der Montagelinie für den e-Golf. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Computerbildschirme stehen im VW-Werk an der Montagelinie für den e-Golf. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Leipzig/Magdeburg (dpa) - Leipzig und Magdeburg sollen einen neuen Campus zur Ausbildung von Spitzennachwuchs für die Automobilindustrie bekommen. Die Akademie soll Ende des Jahres eröffnet werden, wie die Verantwortlichen am Donnerstag mitteilten.

Ziel sei es, für die großen Autohersteller Ingenieure auszubilden, die an den nötigen Innovationen wie autonomes Fahren oder E-Mobilität mitarbeiten könnten. Ein Schwerpunkt liege auf Softwareentwicklung und digitalen Kompetenzen. Aufgebaut wird der Campus vom Beratungsunternehmen Akka.

Angedacht ist, dass bis zu 150 Uni-Absolventen mit naturwissenschaftlichen und technischen Abschlüssen das einjährige Programm durchlaufen. Nach einer Theoriephase in Leipzig soll in Magdeburg zehn Monate lang an innovativen Projekten für Autohersteller und Zulieferer gearbeitet werden.

Akka ist ein Beratungsunternehmen, das auch als externer Dienstleister für Forschung und Entwicklung fungiert. Neben der Autobranche unterstützt das börsennotierte Unternehmen laut Mitteilung auch Kunden aus der Luftfahrt oder dem Bahnverkehr. Akka beschäftigt nach eigenen Angaben fast 21.000 Mitarbeiter und erzielte voriges Jahr einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro.

Es betreibt bereits eine internationale Akademie in Genf. Als Grund für die Standortwahl des ersten deutschen Campus nannte eine Sprecherin die Nähe zu zahlreichen Kooperationspartnern aus der Automobil- und Zulieferer-Industrie. In Leipzig haben unter anderem Porsche und BMW Produktionswerke.

Zudem sollen über das Angebot gezielt ostdeutsche Uni-Absolventen rekrutiert werden, hieß es. Mit im Boot ist laut Mitteilung unter anderem die TU Dresden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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