Jugendliche können ohne Eltern zur J1

12.08.2020
In der Pubertät hat man andere Dinge im Kopf als die eigene Gesundheit. Einen wichtigen Arztbesuch sollten Jugendliche aber nicht verpassen.
Bei der Vorsorgeuntersuchung J1 prüft der Arzt nicht nur, ob körperlich alles in Ordnung ist - es geht auch um persönliche Themen wie Schule, Alkoholkonsum oder die erste Regelblutung. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Bei der Vorsorgeuntersuchung J1 prüft der Arzt nicht nur, ob körperlich alles in Ordnung ist - es geht auch um persönliche Themen wie Schule, Alkoholkonsum oder die erste Regelblutung. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) – Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, von der U1 bis zur U9, sind wohl zumindest allen Eltern ein Begriff. Für die J1, die Vorsorgeuntersuchung für 12- bis 14-Jährige, gilt das nicht unbedingt. Sie sei zu wenig bekannt, mahnt die Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Was passiert bei der J1? Der Mediziner spricht mit dem Jugendlichen über Gesundheitsthemen im Allgemeinen, überprüft den Impfstatus und schaut, ob Entwicklungsstörungen oder Fehlhaltungen vorliegen. Die Organe werden untersucht, der Blutdruck wird gemessen, Gewicht und Körpergröße werden erfasst.

Man spricht aber auch über Alkoholkonsum, Rauchen, Sexualität und andere sensible Themen. Wer hier Mutter oder Vater lieber nicht dabei haben möchte, kann den Termin auch ohne Eltern wahrnehmen.

Die Untersuchung sei wichtig, weil sie an der Schwelle von Kind sein und Erwachsenwerden stattfinde, erläutert die Landesärztekammer. Hier könnten Weichen gestellt werden, damit es im späteren Leben nicht zu gesundheitlichen Problemen komme. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die J1.

© dpa-infocom, dpa:200812-99-138366/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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