Jeder vierte Student wohnt zu Hause oder bei Verwandten

04.09.2019
Die Wohngemeinschaft ist bei Studierenden die beliebteste Wohnform. Doch mangelt es in den Universitätsstädten an bezahlbarem Wohnraum, müssen Studierende oft bei Eltern und Verwandten leben. Wie viele es sind, zeigt nun eine Studie.
Noch ist die Wohngemeinschaft eine recht preiswerte Wohnform. Doch oft ist die Suche nach einem Zimmer hoffnungslos. Viele Studierende wohnen daher weiterhin bei den Eltern. Foto: Jens Kalaene
Noch ist die Wohngemeinschaft eine recht preiswerte Wohnform. Doch oft ist die Suche nach einem Zimmer hoffnungslos. Viele Studierende wohnen daher weiterhin bei den Eltern. Foto: Jens Kalaene

Köln (dpa) - Wer in einer Großstadt studiert, wohnt oft noch bei den Eltern. Einer Studie des Personalanbieters für Studentenjobs «Studitemps» zufolge leben bundesweit 24,5 Prozent der Studierenden bei Eltern oder Verwandten.

«Wer aus der Großstadt kommt und dort auch zum Studieren bleibt, wohnt einfach weiter bei den Eltern. Die hohen Mieten lassen den Schritt zu mehr Selbstständigkeit oftmals nicht zu», sagte Geschäftsführer Eckhard Köhn.

Aktuelle Zahlen aus dem vergangenen Wintersemester 2018/19 zeigen, dass beispielsweise in Frankfurt am Main weit mehr als jeder dritte Student (37,2 Prozent) noch zu Hause wohnt. Auch in Hamburg (28 Prozent) und München (33,3 Prozent) ist dies die beliebteste Art für Studenten unterzukommen.

Bundesweit stieg der Anteil der Studierenden, die bei Eltern oder Verwandten wohnen, seit Jahren. Im Wintersemester 2014/15 war das den Angaben zufolge noch etwas mehr als jeder Fünfte (21,4 Prozent). Drei Wintersemester später im Jahr 2017/18 erreichte der Anteil mit 25,1 Prozent einen Höchstwert. Deutschlandweit ist die Wohngemeinschaft für Studenten den Angaben zufolge die beliebteste Wohnform. Bei WG-Zimmern handele es sich um relativ preisgünstige Lösungen, sagte Köhn.

Studitemps hat sich nach eigenen Angaben auf die Überlassung von Studierenden und die Vermittlung von Absolventen und sogenannten Young Professionals spezialisiert. Die Studie sei im Rahmen der Befragung «Fachkraft 2030» und in Zusammenarbeit mit der Universität Maastricht entstanden.

Studie zum wohnungsmarkt von Studitemps


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Für Studenten ist es schwer, eine günstige Unterkunft zu finden. Foto: Felix Kästle/dpa Studie: Studentenwohnungen werden rasant teurer München, Berlin, Heidelberg - Studenten müssen in vielen Städten für Wohnungen heute laut Forschern deutlich mehr zahlen als noch vor einigen Jahren. Und Besserung ist nicht in Sicht.
Die Suche nach einer Studentenbude wird in vielen Unistädten einer Studie zufolge zum Wintersemester schwierig. Foto: Patrick Seeger Die Studentenbude wird immer teurer Ab Mitte Oktober füllen sich wieder die Hörsäle. Der Zustrom an die Hochschulen steigt von Jahr zu Jahr - genauso wie die Mieten für eine Studentenbude. Eine Studie hat nun untersucht, wo die Preise am schnellsten nach oben geschossen sind.
Wohnraum für Studenten wird in vielen Großstädten immer teurer - und immer schwerer zu finden. Foto: Arne Immanuel Bänsch Studentenwohnungen werden immer teurer Studentenwohnungen werden mit wenigen Ausnahmen immer teurer. Vor allem in der Hauptstadt sind die Mieten seit 2010 überdurchschnittlich stark gestiegen. Spitzenreiter bei den Preisen ist allerdings eine andere Stadt.
Studenten müssen laut einer Studie immer mehr für die Mieten zahlen. Zugleich stagniert ihr Einkommen bei im Schnitt rund 900 Euro pro Monat. Foto: Frank Rumpenhorst Studie: Studenten müssen immer höhere Mieten stemmen Weil auch in den Universitätsstädten die Mieten weiter steigen, müssen Studenten immer mehr Geld für Wohnraum aufbringen. Stehen die Kosten noch in einem realistischen Verhältnis zu ihrem Einkommen?