Erasmus-Teilnahme fördert Jobchancen

21.05.2019
Das EU-Austauschprogramm Erasmus erhöht die Chancen, einen Job zu finden, und sensibilisiert junge Menschen für andere Kulturen. Die EU-Kommission hat zwei neue Studien veröffentlicht, die sich mit den Langzeitauswirkungen des Programms beschäftigen.
Die EU-Kommission hat zwei Studien zum Erasmus-Programm veröffentlich. Demnach fanden 80 Prozent der Befragten innerhalb von drei Monaten nach ihrem Abschluss einen Job. Foto: Martin Gerten
Die EU-Kommission hat zwei Studien zum Erasmus-Programm veröffentlich. Demnach fanden 80 Prozent der Befragten innerhalb von drei Monaten nach ihrem Abschluss einen Job. Foto: Martin Gerten

Brüssel (dpa) - Teilnehmer des EU-Austauschprogramms Erasmus haben Studien zufolge bessere Chancen, einen Job zu bekommen. Die Erfahrung im Ausland habe der Mehrheit der Absolventen geholfen, eine Anstellung zu finden, heißt es in zwei Studien, die die EU-Kommission in Brüssel veröffentlichte.

Demnach fand ein großer Teil der Befragten (80 Prozent) innerhalb von drei Monaten nach ihrem Abschluss einen Job. Zudem gaben sieben von zehn Befragten an, dass sie nach dem Auslandsaufenthalt besser wussten, wo es beruflich hingehen soll. Fast allen (90 Prozent) fiel es außerdem leichter, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzuarbeiten.

Für die beiden unabhängigen Studien wurden zwischen 2014 und 2016 fast 77.000 Studenten, Absolventen und Hochschulmitarbeiter sowie rund 500 beteiligte Organisationen befragt.

2014 wurden in Erasmus+bisherige EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengeführt. Seither haben mehr als zwei Millionen Studenten und Hochschulmitarbeiter an dem Programm teilgenommen.

Erasmus+ Programm

Pressemitteilung Europäische Kommission


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Central European University in Budapest war Lisa McMinns Gast-Hochschule während ihres Erasmus-Semesters in Ungarn. Foto: Lisa McMinn Abseits des Mainstreams - Erasmus in Osteuropa lohnt sich Osteuropa? Für viele Studenten ist das ein weißer Fleck auf der Landkarte. Bei Erasmus denken viele an Spanien, Frankreich und Italien. Dabei hat ein Auslandssemester in Osteuropa jede Menge Vorteile.
Der Hamburger Jean-Baptiste Piel studiert in Kopenhagen. Dafür muss er nicht zwingend Dänisch können, viele Kurse sind auf Englisch. Foto: Julia Wäschenbach Auslandsstudium in Dänemark Dänemark ist so nah dran: Den Norddeutschen liegt das Nachbarland sogar direkt vor der Nase. Trotzdem zieht es nur wenige Deutsche zum Studium hierher. Dabei haben die Universitäten viel zu bieten.
Auf dem Rückweg von der Vorlesung: Dominik Heuß macht ein Erasmus-Semester in Bologna. Er hat Vorlesungen etwa in Stochastik und Algebra belegt. Seine Kurswahl hat er mit Heimatuni und Gasthochschule in einer Lernvereinbarung festgehalten. Foto: Larissa Lee Beck Ärger mit der Anerkennung: Erasmus-Leistungen geltend machen Zehntausende deutsche Studenten gehen jedes Jahr mit Erasmus ins Ausland. Doch viele plagt die Frage: Wie gehe ich am besten vor, um meine Studienleistungen anrechnen zu lassen?
Die Otto-von-Guericke-Universität bietet einen neuen Bachelor im Fach Elektromobilität an. Bewerbungen für den zulassungsfreien Studiengang sind bis zum 15. September möglich. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Neue Studienfächer: Technik und Soziales Die deutschen Hochschulen bieten ein breites Spektrum an neuen Studiengängen. Zukunftsorientierte Inhalte wie Robotik oder Elektromobilität rücken in den Fokus. Doch auch klassische Fächer wie Geschichte und Romanistik werden gestärkt.