Anteil minderjähriger Studierender an Hochschulen steigt

06.10.2020
Eine überwältigende Mehrheit der Studierenden in Deutschland ist volljährig. Akutellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen jedoch, dass die Anzahl der minderjährigen Studierenden wächst.
Das Durchschnittsalter der Studierenden lag im Wintersemester 2019/2020 laut den Statistikern bei 23,4 Jahren. Foto: Uwe Zucchi/dpa/Illustration
Das Durchschnittsalter der Studierenden lag im Wintersemester 2019/2020 laut den Statistikern bei 23,4 Jahren. Foto: Uwe Zucchi/dpa/Illustration

Wiesbaden (dpa) - Nur ein Bruchteil der Studierenden in Deutschland ist noch nicht erwachsen. Rund 4600 junge Frauen und Männer im Alter unter 18 Jahren waren im vergangenen Wintersemester an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Ihr Anteil belief sich auf 0,16 Prozent, insgesamt waren im Wintersemester 2019/2020 rund 2,9 Millionen Studierende gemeldet.

Zehn Jahre zuvor waren die Zahlen noch geringer, damals lag der Anteil den Angaben zufolge nur bei 0,04 Prozent (760 Studierende). Grund für den Anstieg sei der Wegfall des Zivil- und Wehrdienstes sowie die Einführung des verkürzten Abiturs in den meisten Bundesländern.

Das Durchschnittsalter der Studierenden lag im Wintersemester 2019/2020 bei 23,4 Jahren, wie das Bundesamt berichtete. Auch ältere Menschen zieht es zunehmend an die Hochschulen. Ihr Anteil stieg von 0,16 Prozent (3400 Studierende im Alter von 60 Jahren oder darüber) im Wintersemester 2009/2010 auf 0,2 Prozent (7100 Studierende) zehn Jahre später.

© dpa-infocom, dpa:201006-99-841953/3

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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