Wird die Kinnmanschette zum neuen Schmucktrend?

25.10.2021
Was trug Angelina Jolie denn da? Ihr Gesichtsschmuck bei einer Filmpremiere war kürzlich ein Hingucker. Was es damit auf sich hat.
US-Schauspielerin Angelina Jolie trägt bei der Premiere von «Eternals» in Los Angeles eine Kinnmanschette. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa
US-Schauspielerin Angelina Jolie trägt bei der Premiere von «Eternals» in Los Angeles eine Kinnmanschette. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Los Angeles (dpa) - Immer wieder überraschen Stars auf dem roten Teppich mit einem aufsehenerregenden Look: Man denke etwa an Timothée Chalamets Glitter-Harness vor zwei Jahren bei den Golden Globes oder Billy Porters Smoking-Kleid später bei den Oscars.

Nun war es Angelina Jolie (46),die bei der Premiere ihres Films «Eternals» in Los Angeles (deutscher Kinostart 3. November) mit einem ungewöhnlichen Schmuckstück überraschte: einer Kinnmanschette (Chin Cuff) oder auch Lippenmanschette (Lip Cuff) genannt. Es handelt sich um eine Spange im Gesicht, das Gestell wird zwischen Unterlippe und Kinn geklemmt. Am Sonntag feierte «Eternals» von Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao («Nomadland») in Rom Premiere beim dortigen Filmfestival. Dabei wurde Jolie jedoch wieder ohne Lippen-Kinn-Manschette gesehen.

«Bild» schrieb jedoch nach der Hollywood-Premiere, Jolie zeige, «wie man Gesichtsschmuck neuerdings trägt: Am Kinn! Der Vorteil: Man spart sich den schmerzhaften Pieks beim Piercer.» Die «Süddeutsche Zeitung» analysierte, es sei «immer ein Alarmzeichen», wenn «plötzlich ein unaufregender Körperteil geschmückt wird». «Wird es demnächst etwa zum neuen Dekolleté ausgerufen?» Die Kinnmanschette sehe «mehr nach hochmoderner Kieferorthopädie aus als nach neuer erotischer Zone. Obwohl Jolie eigentlich recht hat. Nach was sehnte man sich während der ganzen Maskentragerei schließlich mehr als nach dem menschlichen Kinn...»

Die Kinn-Zierde von Jolie kostet übrigens nur etwa 43 Euro (50 Dollar). Sie stammt aus der Kollektion der Schmuckdesignerin Nina Berenato in der texanischen Trendmetropole Austin. Die Designerin freute sich sehr über die Aufmerksamkeit für ihre Arbeit: «Ich kann es kaum glauben», schrieb sie bei Instagram.

© dpa-infocom, dpa:211025-99-727305/4

Nina Berenato

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Süddeutsche


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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