Trockenes Haar lädt sich eher statisch auf

03.01.2020
Zieht man im Winter Mützen ab, fliegen sie los: Haare laden sich nun leichter elektrostatisch auf und stehen in alle Richtungen ab. Da hilft nur Feuchtigkeit.
Statische Aufladung: Fliegendem Haar fehlt häufig Feuchtigkeit. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Statische Aufladung: Fliegendem Haar fehlt häufig Feuchtigkeit. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Worms/Frankfurt (dpa/tmn) - Mützen, Schals und Wollpullover laden die Haare im Winter elektrostatisch auf. Sie fliegen dann unkontrolliert in alle Richtungen - das geht meist auf Trockenheit zurück.

Daher lautet die schnelle Hilfe: «Finger und Handflächen benetzen mit Wasser und dicht an das Haar halten, aber nicht berühren», rät Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure Mondial.

Wer damit häufiger ein Problem hat, sollte seine Haarpflege umstellen. Die Haare brauchen mehr Feuchtigkeit, die sie etwa aus Conditioner und reichhaltigen Masken mit hohem Feuchtigkeitsanteil erhalten, erklärt Dagné.

Haarkuren bei Wärme einwirken lassen

Diese Kuren wirkten umso effektiver, wenn sie unter Wärme auf das Haar einwirken können, ergänzt Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. «Unter einem Handtuch dick und warm eingepackt, entfalten die Kuren beispielsweise während eines wohltuenden und entspannenden Aromabads ihre Wirkung», lautet ihr Rat.

«Aber beginnen sollte man hier schon mit dem richtigen Shampoo», ergänzt Dagné die Pflegetipps gegen fliegende Haare. Er rät zu Produkten mit antistatischen Eigenschaften wie zum Beispiel mit dem Inhaltsstoff aktives Panthenol.

Haarbürsten aus Holz und Naturborsten

Für ganz schwierige Fälle, besonders wenn sich das Haar bei sehr trockener Raumluft oder auch bei erhöhter Luftfeuchtigkeit kräuselt, sollte man ein Anti-Frizz-Balsam beim Styling der Frisur verwenden. «Damit hat man dann den ganzen Tag Ruhe vor dem Problem», so Dagné. Außerdem sollte man Haarbürsten aus Holz- oder Naturborsten Metall- und Plastikborsten vorziehen.

Ein weiterer Tipp: wenig föhnen. «Wenn dann möglichst nur den Ansatz über Kopf und auf alle Fälle mit einem Ionen-Fön», ergänzt der Friseurmeister aus Worms. Bei Geräten mit Ionentechnik erzeugt ein Generator ein elektrisches Feld mit hoher Spannung, indem negativ geladene Moleküle entstehen.

Der Luftstrom reißt diese Teilchen mit und bläst sie auf das Haar. Sie sollen dort die positiv geladenen Teilchen auf dem Kopf neutralisieren, die das Haar fliegen lassen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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