Tattoo-Lasern am besten beim Hautarzt

01.08.2019
Bunte Fabelwesen oder der Schriftzug mit dem Namen des Liebsten - viele Menschen lassen sich die Haut mit Tattoos verzieren. Doch ist es mit der Liebe vorbei, soll oft auch das Tattoo wieder weg. Die Entfernung ist aber nicht unbedenklich.
Eine Tattoo-Entfernung ist nicht unbedenklich - wer seine Tätowierung loswerden will, sollte die Laserbehandlung von Fachleuten durchführen lassen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Eine Tattoo-Entfernung ist nicht unbedenklich - wer seine Tätowierung loswerden will, sollte die Laserbehandlung von Fachleuten durchführen lassen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Salzgitter (dpa) - Das wilde Tattoo aus Jugendzeiten oder der Name des Ex - manch einer will nach Jahren sein buntes Körperbild wieder loswerden.

Das ist aber nicht unbedenklich: So warnt das Bundesamt für Strahlenschutz vor Verbrennungen, vorübergehenden oder bleibenden Pigmentveränderungen, Entzündungen und Narbenbildung bei nicht sachgerechter Behandlung mit Geräten der höchsten Laserklasse.

Entscheidend ist vor allem, wer die Behandlung durchführt. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) empfiehlt, zu einem erfahrenen Hautarzt mit geeignetem Lasersystem zu gehen. Ab Ende 2020 darf die Tattoo-Entfernung laut Strahlenschutzverordnung ohnehin nur noch von Ärzten durchgeführt werden. Doch auch bis dahin sollte man sich laut Bundesamt genau informieren über den Laser-Anwender sowie über mögliche Nebenwirkungen und Risiken. Zu einer guten Behandlung gehöre eine umfassende Aufklärung.

Innerhalb vieler Tätowierungen sind pigmentierte Hautveränderungen schlecht zu erkennen. Wird zum Beispiel ein bösartiges Muttermal mitgelasert und dadurch oberflächlich verändert, kann es verschleppt werden und Metastasen bilden. Darüber hinaus müssen die Augen bei der Behandlung ausreichend geschützt werden. Trifft die Strahlung ins Auge, ob direkt oder reflektiert, sind bleibende Schäden möglich.

Ist eine Tätowierung entfernt, muss die Haut gut vor Sonne geschützt werden, erklärt der BVDD. Die Behandlung bietet sich daher eher im Winter an. Auch nach einer Laseranwendung können giftige Spaltprodukte der Farbpigmente in den Körper wandern. Am besten sei es daher, sich gar nicht erst tätowieren zu lassen, rät der Verband.

Information zur Tattoo-Entfernung des Bundesamtes für Strahlenschutz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer sich ein Tattoo stechen lässt, glaubt in der Regel, es für immer behalten zu wollen. Überlegt man es sich anders, ist es nicht so einfach, die Farbe in der Haut wieder loszuwerden. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn Wenn das Tattoo zum Makel wird: So wird man es wieder los Ungeliebte Tätowierungen können weggelasert werden. Von Erfolg ist die teure und unangenehme Prozedur allerdings nicht immer gekrönt. Ob sie gelingt, hängt zum Beispiel davon ab, welche Farbe das Tattoo hat.
Eine Augenbraue hat die Mikroblading-Behandlung schon hinter sich: Der Unterschied ist jetzt ganz deutlich. Dennoch wirkt das Ergebnis natürlich. Foto: Frank Rumpenhorst Permanent Make-up: Schminke, die unter die Haut geht Ein langer Tag im Büro, eine durchtanzte Nacht und ein immer noch perfekt sitzendes Make-up? Das geht, wenn die Farben nicht auf, sondern unter der Haut getragen werden. Worauf es beim Permanent Make-up ankommt.
In einigen Urlaubsländern sind Henna-Tattoos stark verbreitet. Experten raten jedoch von einer Nachahmung ab. Denn allergische Reaktionen sind nicht ausgeschlossen. Foto: Stephan Jansen Warum Urlauber auf ein Henna-Tattoo besser verzichten Ornamente auf der Haut: Manche lassen ihren Körper im Urlaub mit Henna verzieren. Doch Vorsicht - unter Umständen reagiert die Haut darauf anders als erwartet.
Die Entfernung von Tattoos mit einem Lasergerät kann Nebenwirkungen hervorrufen, zum Beispiel Verfärbungen der Haut und Narben. Foto: Marcus Simaitis/Symbolbild Tattoo-Entfernung per Laser soll nur Ärzten erlaubt werden Wer sein Tattoo nicht mehr mag, kann es mit einem Laser entfernen lassen. In Zukunft soll das aber nur noch von Ärzten durchgeführt werden dürfen. Das Bundesumweltministerium hat dazu eine neue Verordnung verfasst.