So entstehen Pigmentflecken: Zu viel Melanin an einer Stelle

18.03.2016
Pigmentflecken entstehen besonders gerne auf Stirn, Wangen oder Lippen. Der Teint wirkt dadurch im Gesicht nicht mehr ebenmäßig. Das empfinden viele als störend. Aber wie entsteht die Hautveränderung eigentlich?
Auch an den Händen können Pigmentflecken entstehen, wenn sie der Sonne oft ausgesetzt sind. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Auch an den Händen können Pigmentflecken entstehen, wenn sie der Sonne oft ausgesetzt sind. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Berlin (dpa/tmn) - Gegen Pigmentflecken tragen viele Menschen spezielle Cremes auf die betroffenen Hautstellen auf. Deren Wirkstoffe sollen auf die melaninproduzierenden Enzyme einwirken, um die dunkle Tönung und Hyperpigmentierung zu vermindern, erklärt Elena Helfenbein für den VKE-Kosmetikverband.

Denn die Bräunung der Haut entsteht durch den Farbstoff Melanin. Er wird unter Einfluss von UV-Strahlung gebildet, erklärt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Lagert es sich an einer Stelle vermehrt ab, wird das als Pigmentfleck sichtbar.

Allerdings sollte man bei Bleichcremes laut BVDD Vorsicht walten lassen. Denn sie enthalten zum Teil kritische Inhaltsstoffe. Dermatologen setzen bei Pigmentflecken zum Beispiel auf eine sogenannte Triple-Behandlung, bei der Hydrochinon, Tretinoin und ein Steroid auf die Hautstelle aufgetragen wird. Bei sensibler Haut könne das aber zu Irritationen führen. Milder, aber weniger wirksam sei der Einsatz von Azelainsäure. Die beste Methode, um Pigmentflecken vorzubeugen, ist aber ein konsequenter Sonnenschutz, so der BVDD.

Warum es bei manchen Menschen zu einer solchen fleckigen Hyperpigmentierung kommt, ist zum Teil genetisch bedingt. Auch hormonelle Einflüsse können zu den Flecken führen. Einige Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit und begünstigen so Pigmentflecken, erklärt der BVDD. Nicht zuletzt wird die Pigmentbildung mit zunehmendem Alter ungleichmäßiger.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
So offensichtlich ist nicht jede Parfüm-Fälschung. Es lohnt sich ein genauer Blick auf die Details. Foto: Andrea Warnecke Preis ist kein echter Hinweis für gefälschte Parfüms mehr Fälschungen von Parfüms und Kosmetikprodukten werden immer professioneller. Für Verbraucher ist es nahezu unmöglich, am Produkt selbst zu erkennen, ob sie ein Plagiat in den Händen halten. Martin Ruppmann vom VKE-Kosmetikverband nennt Tipps für Käufer.
Urea ist in vielen Cremes zur Bekämpfung von trockener Haut enthalten. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn/dpa Urea in Cremes sorgt für Geschmeidigkeit Trockene, kalte Luft kann die Haut austrocknen lassen und zu Juckreiz führen. Viele vertrauen deshalb auf Feuchtigkeits-Cremes. Urea ist häufig ein wirksamer Bestandteil solcher Kosmetikprodukte.
Parabene sind ein beliebter Konservierungsstoff für Kosmetika, aber bei Verbrauchern als potenziell krebserregend in Misskredit geraten. Foto: Andrea Warnecke Clean Cosmetic: «Nein» zu kritischen Stoffen Sie tragen ihren vermeintlichen Vorteil schon im Namen: Clean Cosmetics verzichten auf kritische Wirkstoffe. Aber sind sie deshalb wirklich besser für die Haut?
Emulgatoren stecken häufig in Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa Emulgatoren sind Hilfsmittel in Kosmetika Schönheitspflegeprodukte enthalten eine Vielzahl an natürlichen und künstlichen Bestandsteilen. Hilfsstoffe wie Emulgatoren helfen dabei, die enthaltenen Substanzen wirkungsvoll zu mischen.