Mode-Klassiker der 1970er kommen zurück

28.02.2020
Flare-Jeans, Bermudas und Mini-Hotpants: Die 1970er Jahre sind zurück in der Frauenmode. Sogar die Jeans geht auf Zeitreise. Out ist hingegen die zuletzt so beliebte Mom-Jeans.
Weiterhin angesagt sind sehr kurze Hosen und Hotpants, hier eine Kombination von Levi's (Hut ca. 30 Euro, Shorts ca. 55 Euro, Jacke ca. 90 Euro, Top ca. 25 Euro). Foto: Levi´s/dpa-tmn
Weiterhin angesagt sind sehr kurze Hosen und Hotpants, hier eine Kombination von Levi's (Hut ca. 30 Euro, Shorts ca. 55 Euro, Jacke ca. 90 Euro, Top ca. 25 Euro). Foto: Levi´s/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Modedesigner schlagen gerne mal eine Rolle rückwärts, um sich Inspirationen aus vergangenen Epochen für ihre aktuelle Mode zu holen. Nach den 90ern und den 80er sind nun - natürlich - die 70er Jahre dran.

«Die leuchtenden, bisweilen auch schrillen Farben wie Apfelgrün oder Orange sind ebenso ein Kennzeichen dieser Mode wie etwa Muster im Ethno-Stil», erklärt die Stilberaterin Maria Hans aus Hamburg. «Aber auch Materialien wie Häkelspitze, die man jetzt oft bei kurzen Kleidern sieht, gehören dazu.»

Und gerade auch einige schöne Sommerstücke haben Anleihen der Siebziger: «Vor allem Hotpants sind ja ein echtes Merkmal dieser Mode-Dekade - und jetzt sind sie wieder zurück», so Hans weiter.

Bermudas zum Blazer tragen

Doch nicht nur ganz kurze Shorts sollen Frauen im Sommer tragen. «Bermudas sind ebenfalls wieder stark im Kommen und werden jetzt häufig zu Blazern getragen. Das gibt ihnen einen ganz neuen Twist», sagt die Modeberaterin. Ebenfalls ein Merkmal der Siebziger Jahre in der heutigen Mode sind Metallic-Stoffe, die es in Silber und Gold, aber auch in stärkeren Farben wie leuchtendem Apfelgrün gibt.

Selbst die Jeans geht auf Zeitreise: Zwar ist die Hose inzwischen der Klassiker der Mode schlechthin - und das unangefochten über die letzten Jahrzehnte hinweg. Trotzdem unterliegt auch ihr Schnitt den modischen Strömungen. Nun kommt also ein Siebziger-Modell zurück in die Mode: Die Flare Jeans. «Darunter versteht man Jeans mit weit ausgestelltem Bein», erläutert Maria Hans.

Ein weiterer Jeans-Trend, der sich bereits in der vergangenen Saison durchgesetzt hat, bleibt weiter en vogue: «High-Waist-Jeans - also Denims, die bis zur Taille reichen - sind jetzt in der Skinny-Version zu haben», berichtet Shoppingberaterin Andrea Lakeberg aus Berlin.

Neon- und Naturfarben bestimmen die Mode

Zwar finden sich die bereits erwähnten Siebziger-Farben vielfach im Handel, das Farbbild der Frauenmode im Frühling und Sommer 2020 ist aber grundsätzlich von Gegensätzen geprägt. Neben Neonfarben sind Naturtöne ein Thema, das sich quer durch alle Kollektionen und Styles zieht, hat Modeexpertin Ritchie Karkowski aus Timmendorf beobachtet.

Zu den angesagten Naturfarben Braun, Beige, Blau und Grün gehören im erweiterten Sinn aber auch einige sehr starke Farben. «Fruchtfarben» nennt sie Karkowski. Etwa Klementinen-Orange ebenso wie ein pinkes Rot, das an frische Himbeeren erinnert. Zurückhaltenderes gibt es aber auch: «Pistaziengrün ist ein schönes Beispiel für eine eher dezente Farbe, die trotzdem angenehm auffällt», findet Karkowski.

Schlangenmuster sind out

Ist denn auch etwas ab Frühjahr oder Sommer out? Ja, sagt Lakeberg. Schlangenmuster. Dafür wird vermehrt auf Krokodilhäute gesetzt - oft natürlich nicht mehr das Originalleder, sondern Stoffe mit Aufdruck. Und noch eine gute Nachricht: Im Kleiderschrank verstauen darf man auch erst einmal die Mom-Jeans, auch als Karottenjeans bekannt. «Diese Form ist im Sommer definitiv out», erklärt Lakeberg.

© dpa-infocom, dpa:200221-99-12598/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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