Friseurbesuche wegen Corona deutlich teurer

29.09.2020
Erst waren die Salons wochenlang geschlossen, dann wurden strenge Hygieneauflagen eingeführt - die Corona-Krise hat beim Friseurbesuch einiges auf den Kopf gestellt. Selbst die Preise haben sich geändert.
Ein höherer Mindestlohn und Ausgaben für Hygienemaßnahmen haben zu höheren Friseurpreisen geführt. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv
Ein höherer Mindestlohn und Ausgaben für Hygienemaßnahmen haben zu höheren Friseurpreisen geführt. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv

Wiesbaden (dpa) - Während der Corona-Pandemie sind Friseurbesuche in Deutschland deutlich teurer geworden. Im August mussten die Kunden im Schnitt 6,3 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet.

Gründe sind der erhöhte Mindestlohn sowie die zusätzlichen Kosten zur Umsetzung der Hygieneauflagen. Der Preisanstieg wird seit der Wiedereröffnung der Salons im Mai beobachtet.

Zudem dürfen keine Trockenhaarschnitte mehr angeboten werden, was wegen der zusätzlichen Haarwäsche insbesondere die durchschnittlichen Preise für Schnitte bei Kindern (+9,4 Prozent) und Männern (6,5 Prozent) nach oben trieb. Frauen mussten 5,8 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Das Statistikamt hatte nach eigenen Angaben zuvor auch Trockenhaarschnitte in die Preisangabe einfließen lassen. Der Wegfall von Trockenschnitten habe insofern zu Preiserhöhungen geführt, erläuterte eine Sprecherin.

© dpa-infocom, dpa:200929-99-751146/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wenn man nicht fliegt, fliegt trotzdem der Flieger. Der individuelle Verzicht auf Flugreisen kann in der Masse aber sehr wohl Wirkung zeigen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn Das Kreuz mit der konsequenten Nachhaltigkeit Konsequent nachhaltig zu leben, ist alles andere als leicht. Doch das muss nicht so bleiben, sagt Expertin Katharina Beyerl. Ein Gespräch über Flugscham und die Vorbild-Funktion von Kaffeebechern.
Das Coronavirus hat das Land in einen beispiellosen Krisenmodus versetzt. Wenn die Salons wieder öffnen, erwartet Friseure einen Ansturm. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa Das Ende der Corona-Frisur naht Kein Lockdown bei Locken. Haare wachsen weiter. Für viele Deutsche wird in der Corona-Krise der Alptraum auf dem Kopf wahr. Das führt bei manchen zu radikalen Entscheidungen.
Nur zwei von drei Frauen ließen sich laut GfK-Studie von einem Friseur die Haare schneiden. Foto: Kai Remmers Mehr als jeder Dritte ist ein Friseurmuffel Wildwuchs auf dem Kopf? Das lässt sich meist nur durch einen Friseurbesuch verhindern. Viele Deutsche verzichten dennoch auf einen Haarfachmann, wie Konsumforscher herausfanden.
Das Entfernen von Tätowierungen mit Hilfe von Laser ist zukünftig nur noch Ärzten gestattet. Foto: Marcus Simaitis Tattoo-Entfernung nur noch beim Arzt Im Freibad oder der Sauna kann man sie am besten besichtigen - aber auch im Gesicht, am Hals oder an den Händen tragen viele Tattoos. Doch viele mögen ihr Tattoo nicht mehr. Jetzt werden die Regeln für die Entfernung verschärft.